Closed Captions, SDH und Untertitel: Was Ihre Unternehmensvideos wirklich brauchen
Closed Captions und SDH richten sich an Menschen, die den Ton nicht hören: Neben dem Dialog zeigen sie, wer spricht, und welche Geräusche Bedeutung tragen. Übersetzte Untertitel geben dagegen nur den Dialog wieder, für Zuschauende, die hören, aber die Sprache nicht verstehen. Die meisten Unternehmensvideos brauchen eine barrierefreie Spur pro Sprache. DEMA Solutions erstellt Untertitel und SDH in vielen Sprachen.

Für wen dieser Leitfaden gedacht ist
Dieser Leitfaden richtet sich an alle, die Videos beauftragen, nicht an die, die sie ansehen: Marketing- und Kommunikationsverantwortliche, die Produkteinführungen und Imagefilme veröffentlichen, HR- und Weiterbildungsteams, die Onboarding und Pflichtschulungen aufbauen, und Produktmanagerinnen und -manager, die Demos und Tutorials aufnehmen. Irgendwann fragt die Produktionsfirma, die Lernplattform oder der Dienstleister: Untertitel, Closed Captions oder SDH? SRT oder VTT? Eingebrannt oder als separate Datei? In welchen Sprachen? Die meisten Erklärungen sind für Fernsehzuschauer geschrieben, die eine Einstellung suchen. Diese ist für Sie geschrieben, wenn Sie die richtige Datei bestellen und in jeder Sprache einheitlich halten müssen.
Untertitel, Closed Captions, Open Captions und SDH: die Begriffe
Die Begriffe überschneiden sich und werden in Europa und Nordamerika unterschiedlich verwendet. Das sind die Arbeitsdefinitionen, mit denen Fachleute arbeiten.
Untertitel geben den gesprochenen Dialog als Text auf dem Bildschirm wieder, meist in einer anderen Sprache. Sie setzen voraus, dass die Zuschauenden den Ton hören: die Musik, die Türklingel, den veränderten Tonfall. Sie überbrücken eine Sprachbarriere und lassen deshalb alles weg, was nicht gesprochen wird.
Closed Captions (CC) geben Sprache und relevante Geräusche wieder und heißen „closed“, weil sie sich ein- und ausblenden lassen. Der Begriff stammt aus dem nordamerikanischen Fernsehen, wo die Captions im Sendesignal codiert waren und traditionell als weiße Schrift auf schwarzem Kasten an verschiedenen Stellen im Bild erschienen. Die Richtlinien für barrierefreie Webinhalte definieren Untertitel im Sinne der Barrierefreiheit als synchronisierte Textalternative für Sprache und für nicht sprachliche Toninformationen, die zum Verständnis nötig sind. Die Untertitel CC Bedeutung im Videoplayer ist also genau das: eine zuschaltbare Spur mit Dialog und Geräuschen.
Open Captions sind immer sichtbar, weil sie ins Bild eingebrannt sind. Niemand kann sie ausblenden, übersetzen oder verbergen. Sie sind typisch für Social-Media-Clips, die ohne Ton starten.
SDH, Subtitles for the Deaf and Hard of Hearing, also Untertitel für gehörlose und schwerhörige Menschen, enthalten dieselben Informationen wie Closed Captions (Dialog, Sprecherkennzeichnung, Geräusche und relevante Musik), folgen aber in der Darstellung den Konventionen normaler Untertitel. Das Format hat sich mit DVD und Streaming verbreitet, wo eine einzige Untertiteldatei Barrierefreiheit und Übersetzung zugleich leisten musste. Im deutschen Sprachraum ist auch von Untertiteln für Hörgeschädigte die Rede.
Was bedeutet SDH also in der Praxis? Eine Barrierefreiheitsspur für Menschen, die sich nicht auf den Ton verlassen können, geliefert im selben Format wie gewöhnliche Untertitel.
Closed Captions oder SDH: Was ist wirklich anders?
Für ein Unternehmen, das Videos online veröffentlicht, unterscheiden sich Closed Captions und SDH weniger im Zweck als in Tradition und Format. Beide geben Menschen, die den Ton nicht hören, dieselben Informationen wie Hörenden.
Herkunft und Format. Closed Captions stammen aus Fernsehstandards und lassen sich im Bild positionieren, etwa neben der sprechenden Person oder abseits von eingeblendeten Texten. SDH werden als Untertiteldatei geliefert und sehen aus wie normale Untertitel, unten zentriert, im Stil des Players.
Sprache. Closed Captions sind in der Regel in der Sprache des Tons, denn sie dienen dem Zugang, nicht der Übersetzung. SDH können in der Ausgangssprache oder in einer Zielsprache erstellt werden. Deshalb sind sie die naheliegende Wahl für mehrsprachige Unternehmensvideos: Eine deutsche SDH-Spur für ein italienisches Schulungsvideo ist Übersetzung und Barrierefreiheit zugleich.
Konventionen. Die Caption-Tradition beschreibt Geräusche in Klammern und kennzeichnet Sprechende mit Namen; manche europäische Richtlinien für SDH arbeiten stattdessen mit Farben oder Positionen. Beides funktioniert, wenn es einheitlich angewendet wird.
Wenn ein Dienstleister oder eine Plattform Sie vor die Wahl zwischen SDH und CC stellt, fragen Sie zurück: Wird die Datei in einem Fernseh- oder einem Webplayer abgespielt, und muss sie übersetzt werden? Für Webvideos in mehreren Sprachen lautet die Antwort meist: eine SDH-Spur pro Sprache, im Player korrekt gekennzeichnet.

Was SDH ergänzt: Sprechende, Geräusche und Musik
Der Unterschied zwischen einer gewöhnlichen übersetzten Untertiteldatei und einer barrierefreien Spur liegt in den Informationen, die Hörende aus dem Ton erhalten, ohne es zu bemerken.
Die Sprecherkennzeichnung ist unverzichtbar, sobald die sprechende Person nicht im Bild ist oder mehrere Personen sprechen. Eine gehörlose Zuschauerin kann nicht erkennen, ob eine Anweisung vom Trainer oder von der Sicherheitsfachkraft in der nächsten Einstellung stammt, wenn der Untertitel es nicht sagt.
Geräusche zählen, wenn sie die Bedeutung verändern. In einem Produktvideo sind das Klicken, das die Verriegelung eines Bauteils bestätigt, der Alarm bei einer Störung oder das Signal am Ende eines Zyklus Information, keine Dekoration. Eine SDH-Spur beschreibt sie knapp, in dem Moment, in dem sie auftreten.
Musik und Tonfall zählen, wenn sie den Kontext setzen, etwa in einem Imagefilm, der von ernst zu beschwingt wechselt, oder bei einer erkennbar ironischen Bemerkung. Gute SDH beschreiben das nur, wenn es relevant ist, denn jeder beschriebene Akkord macht den Text schwerer lesbar.
Das alles erfordert Urteilsvermögen darüber, welche Geräusche zählen und wie man sie in wenigen Worten beschreibt, und zwar in jeder Sprache neu. Deshalb behandelt DEMA SDH-Untertitel für gehörlose und schwerhörige Menschen als eigene Leistung, mit Konventionen, die vor Projektbeginn mit dem Kunden vereinbart werden.
Untertitel oder Closed Captions: Was braucht Ihr Publikum?
Die Entscheidung fällt leichter, wenn Sie bei den Zuschauenden und ihrer Situation ansetzen.
Wenn Ihr Publikum hört, aber eine andere Sprache spricht, etwa spanische Händler, die eine italienische Produktpräsentation ansehen, überbrücken übersetzte Untertitel die Sprachbarriere. Ist das Video intern und in der Sprache des Publikums, machen Captions in der Ausgangssprache es für gehörlose und schwerhörige Kolleginnen und Kollegen zugänglich und für alle, die es im Zug ansehen. Richtet sich das Video an die Öffentlichkeit oder an Mitarbeitende und Kunden in mehreren Ländern, ist eine barrierefreie Spur in jeder Sprache die sicherste Wahl, denn Sie wissen nicht, wer in welchem Publikum den Ton nicht hört.
Es geht also selten um ein Entweder-oder. Viele Unternehmen legen fest: SDH in der Ausgangssprache, SDH oder Untertitel in jeder Zielsprache und eingebrannte Untertitel für Social-Media-Clips, einmal als Regel entschieden statt für jedes Video neu.
Normen und Richtlinien: WCAG, EN 301 549 und nationale Praxis
Kein europäisches Gesetz schreibt vor, wie ein Untertitel aussehen muss, aber es gibt klare Bezugspunkte.
WCAG. Die Web Content Accessibility Guidelines in den Versionen 2.1 und 2.2 enthalten die Kriterien, gegen die die meisten Organisationen prüfen. Erfolgskriterium 1.2.2 Untertitel (aufgezeichnet), Stufe A, verlangt Untertitel für alle aufgezeichneten Audioinhalte in synchronisierten Medien, es sei denn, das Video ist selbst eine klar gekennzeichnete Alternative zu einem Text. Erfolgskriterium 1.2.4 Untertitel (live), Stufe AA, erweitert das auf Live-Inhalte wie Webinare und Übertragungen. Die Kriterien zur Audiodeskription, 1.2.3 und 1.2.5, betreffen den umgekehrten Fall: visuelle Informationen für blinde und sehbehinderte Menschen zugänglich zu machen. Weil die WCAG nicht sprachliche Toninformationen in die Untertitel einbeziehen, erfüllt eine reine Dialogdatei das Kriterium nicht.
EN 301 549. Die europäische Norm für Barrierefreiheitsanforderungen an IKT-Produkte und -Dienstleistungen übernimmt für Webinhalte die WCAG 2.1 in Stufe AA und ergänzt Anforderungen an Technik, die Videos abspielt: Untertitel anzeigen, synchron halten, bei der Konvertierung erhalten und Bedienelemente zum Einschalten bieten. Sie ist der Bezugspunkt der Richtlinie über den barrierefreien Zugang zu Websites öffentlicher Stellen, in Deutschland umgesetzt unter anderem durch die BITV 2.0, und der Maßstab, den viele Unternehmen in der Praxis anlegen.
Nationale Praxis. Mehrere Länder haben eigene SDH-Konventionen. In Spanien legt die Norm UNE 153010 Anforderungen und Empfehlungen für die Untertitelung für gehörlose und schwerhörige Menschen fest, von der Darstellung über die Standzeiten bis zur Sprecherkennzeichnung und den Geräuschinformationen. Im deutschsprachigen Raum haben die öffentlich-rechtlichen Sender Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gemeinsame Grundsätze für Untertitel für Hörgeschädigte vereinbart, ergänzt durch die Styleguides der einzelnen Häuser. Für ein Unternehmensvideo gilt praktisch: Legen Sie fest, welcher Konvention jede Sprache folgt, und wenden Sie sie einheitlich an.
Formate: SRT, WebVTT und eingebrannte Untertitel
Das Format entscheidet, wo Ihre Untertitel abgespielt werden können und wie viel der SDH-Informationen ankommt.
SRT ist die einfachste und am weitesten verbreitete Untertiteldatei: nummerierte Einträge, Ein- und Ausblendzeiten, Text. Fast jeder Player und jede Videoplattform akzeptiert sie. Die Schwäche liegt in der Darstellung: Positionierung und Formatierung werden nicht zuverlässig unterstützt, Sprecherkennzeichnung und Geräusche müssen also im Text stehen.
WebVTT ist das W3C-Format für Webvideos, das HTML5-Player direkt lesen. Es unterstützt Positionierung, einfache Formatierung und Tags, die Sprechende kennzeichnen. In einer HTML-Seite lässt sich die Spur als „subtitles“ oder „captions“ deklarieren; eine SDH-Datei als captions mit dem richtigen Sprachcode zu kennzeichnen, hilft Menschen mit assistiven Technologien erheblich.
Fernseh- und Streaming-Workflows nutzen eigene Formate, die für Unternehmensvideos selten nötig sind, aber relevant werden, wenn ein Film an einen Sender oder ein Festival geht.
Eingebrannte Untertitel (Open Captions) sind Teil des Bildes. Sie funktionieren überall und eignen sich daher für Social-Media-Clips, die ohne Ton starten. Sie lassen sich aber weder ausblenden noch vergrößern, assistive Technologien können sie nicht lesen, und jede Sprache braucht eine eigene Videodatei. Für Schulungs- und Produktvideotheken sind separate Dateien die bessere Wahl.
Lesegeschwindigkeit, Zeilenlänge und Segmentierung
Ein korrekter Untertitel, der zu kurz stehen bleibt, lässt die Zuschauenden genauso im Stich wie ein falscher. Deshalb begrenzen professionelle Richtlinien, wie viel Text erscheint und wie lange.
Die meisten Richtlinien erlauben zwei Zeilen pro Untertitel und etwa 37 bis 42 Zeichen pro Zeile, je nach Sprache und Bildschirm. Die Lesegeschwindigkeit wird meist in Zeichen pro Sekunde angegeben; für Erwachsene liegen die gängigen Empfehlungen ungefähr zwischen 12 und 17 Zeichen pro Sekunde, für Kinder und einen Teil des gehörlosen Publikums niedriger. Jeder Untertitel muss lange genug stehen, um gelesen zu werden, sollte Schnitte möglichst nicht überdecken und an natürlichen Stellen im Satz umbrechen.
Deshalb geben Untertitel fast nie jedes Wort wieder: Die Untertitlerin verdichtet und bewahrt dabei Bedeutung, Terminologie und Tonfall. Bei SDH ist der Druck größer, weil Geräuschbeschreibungen und Sprecherkennzeichnungen um denselben Platz konkurrieren, und Deutsch, das oft länger läuft als die Ausgangssprache, verlangt besonders sorgfältiges Kürzen. Ein wörtliches Transkript ist deshalb keine Untertiteldatei.
Mehrsprachige Untertitel und SDH in mehreren Sprachen
Sobald eine Videothek international wird, ist jede neue Sprache eine neue Spur, und jede Änderung am Video betrifft alle Spuren.
Beginnen Sie mit einer sauberen Ausgangsfassung. Korrekte Untertitel in der Ausgangssprache sind die beste Grundlage für die Übersetzung; ein ungeprüftes automatisches Transkript trägt jeden Fehler in jede Sprache. Oft dienen die Zeiten der Ausgangsfassung als Vorlage, sodass alle Sprachen dieselbe Segmentierung haben, mit kleinen Anpassungen, wo nötig.
Halten Sie die Terminologie einheitlich. Produktnamen, Bezeichnungen der Benutzeroberfläche und Fachbegriffe müssen mit Betriebsanleitung, Website und Software übereinstimmen. Nennt der Untertitel eine Taste anders als der Bildschirm, fällt das auf. Das gleiche zentrale Terminologiemanagement, das technische Inhalte über mehrere Dienstleister hinweg einheitlich hält, gilt für Untertitel, und Demos, die eine Benutzeroberfläche zeigen, profitieren vom selben Glossar wie die Software-Übersetzung für HMI und Maschinen.
Passen Sie die Geräuschbeschreibungen an. SDH-Konventionen unterscheiden sich von Land zu Land, daher müssen Geräusche und Sprecherkennzeichnungen an die Konventionen des Zielmarkts angepasst und nicht Wort für Wort übersetzt werden.
KI-Untertitel oder professionelle Untertitelung
Automatische Untertitel sind heute in fast jede Videoplattform integriert. Für einen Entwurf oder eine interne Aufzeichnung sind sie nützlich; für ein veröffentlichtes Unternehmensvideo haben sie vorhersehbare Schwächen.
Die Fehler häufen sich genau dort, wo sie am meisten schaden: bei Produktnamen, Fachbegriffen, Zahlen, Akzenten und sich überlagernden Stimmen. Automatische Untertitel kennzeichnen selten Sprechende oder beschreiben Geräusche und brechen oft an Pausen statt am Sinn um. Maschinell übersetzte Untertitel auf dieser Grundlage übernehmen jeden Fehler. Allgemeine Assistenten wie ChatGPT können helfen, einen Text umzuformulieren oder zu kürzen, aber sie sehen das Video nicht, prüfen keine Zeiten und kennen Ihre Terminologie nicht.
Für die meisten Unternehmen funktioniert ein hybrider Ansatz: automatische Transkription als Ausgangspunkt, dann eine qualifizierte Untertitlerin oder ein Untertitler, die den Text korrigieren, Sprechende und Geräusche ergänzen, für die Lesegeschwindigkeit verdichten und das Ergebnis im Video prüfen. Fachliche Empfehlungen zur Barrierefreiheit halten ungeprüfte automatische Untertitel in der Regel für unzureichend, denn ein nur größtenteils richtiger Untertitel ist kein gleichwertiger Ersatz. Wo maschinelle Ergebnisse nicht mehr genügen, ist eine allgemeinere Frage, die unser Beitrag zum Post-Editing maschineller Übersetzungen behandelt. Wovon der Preis dieser Arbeit abhängt und wo KI-Untertitel an Grenzen stoßen, rechnet unser Beitrag dazu durch, was es kostet, ein Video übersetzen zu lassen.
Der European Accessibility Act in Kürze
Der European Accessibility Act, die Richtlinie (EU) 2019/882, in Deutschland umgesetzt durch das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), gilt seit dem 28. Juni 2025 für bestimmte Produkte und Dienstleistungen für Verbraucher, darunter E-Commerce, Bankdienstleistungen, E-Books, Personenbeförderung und Dienste, die Zugang zu audiovisuellen Mediendiensten bieten. Für erfasste Dienstleistungen müssen Websites und Apps wahrnehmbar sein, was in der Praxis Untertitel für aufgezeichnete Videos bedeutet, die nach diesem Datum veröffentlicht werden.
Viele Unternehmen, die Schulungs- oder B2B-Videos produzieren, fallen nicht direkt darunter, ihre Kunden oder ihre Verbraucherkanäle aber womöglich schon. Unser Beitrag zum Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, seinen Ausnahmen und B2B erklärt, wer betroffen ist. Handbücher und Berichte, die neben Ihren Videos veröffentlicht werden, werfen dieselben Fragen auf, und die Anleitung, wie Sie barrierefreie PDF erstellen, deckt diese Seite ab.
Schulungs-, Produkt- und Marketingvideos: Was jedes braucht
Unterschiedliche Videoarten setzen unterschiedliche Schwerpunkte, und eine Unternehmensregel sollte das berücksichtigen.
Schulung und E-Learning. Mitarbeitende müssen den Inhalt verstehen. SDH in der Ausgangssprache und SDH oder Untertitel in jeder Sprache der Belegschaft sind deshalb der sinnvolle Standard. Die Genauigkeit der Anweisungen zählt mehr als der Stil, und Sicherheitsunterweisungen sollten sich nie auf ungeprüfte automatische Untertitel verlassen.
Produktvideos und Tutorials. Sie stehen auf Produktseiten, in Supportportalen und manchmal in der Software selbst. Ihre Untertitel müssen die Bezeichnungen auf dem Produkt und in der Betriebsanleitung verwenden, und Signale wie Alarme oder Bestätigungstöne sind oft wesentliche Information. Separate WebVTT-Dateien machen das Video in mehreren Sprachen wiederverwendbar und passen zur Softwarelokalisierung, wenn Tutorials mit jedem Update erscheinen.
Marketing- und Imagefilme. Hier zählen Tonalität, Rhythmus und Markenstimme so viel wie Genauigkeit, und ein großer Teil des Publikums sieht ohne Ton. Häufig sind eingebrannte Untertitel für kurze Social-Media-Fassungen und zuschaltbare Spuren auf Website und Videoplattformen. Claims und Slogans brauchen oft eine Adaption statt einer Übersetzung, das ist das Feld der Marketingübersetzungen.
Webinar-Aufzeichnungen. Wenn Sie ein Webinar nachträglich veröffentlichen, planen Sie korrigierte Untertitel für die On-Demand-Fassung ein, denn Live-Untertitel enthalten Fehler, die im Moment tragbar sind, in einem dauerhaften Inhalt aber nicht.
So briefen Sie einen Dienstleister
Die meisten Probleme beginnen mit einem Briefing, das nur „Untertitel in vier Sprachen“ sagt. Ein kurzes, vollständiges Briefing erspart mehrere Korrekturschleifen.
- Publikum und Zweck: nur Übersetzung, Barrierefreiheit oder beides, und für welche Sprachen.
- Ergebnis: SDH, Closed Captions oder übersetzte Untertitel, mit den Konventionen für Sprecherkennzeichnung und Geräusche in jeder Sprache.
- Format und Plattform: SRT, WebVTT oder ein Broadcast-Format, gegebenenfalls eingebrannte Fassungen und wo jede Datei veröffentlicht wird.
- Ausgangsmaterial: finales Video (kein Rohschnitt), gegebenenfalls Skript oder Transkript, zu übersetzende Bildschirmtexte und Ihr Glossar mit Produktnamen und Fachbegriffen.
- Prüfung: wer auf Ihrer Seite die Terminologie freigibt und ob die Untertitel vor der Lieferung im Video geprüft werden sollen.
Fragen Sie den Dienstleister außerdem, wer die Dateien im Kontext des Videos prüft und wie ein neuer Schnitt behandelt wird. Die allgemeineren Fragen aus unserem Beitrag zur Qualitätssicherung bei Übersetzungen gelten auch hier.
Wie DEMA Solutions Untertitel und SDH erstellt
Unsere Untertitelung und Untertitelübersetzung beruht auf drei Kernschritten: Transkription des Originaltons, Übersetzung oder Adaption durch qualifizierte Fachübersetzerinnen und -übersetzer sowie Segmentierung und Synchronisierung auf Sprache, Szenenwechsel und Leserhythmus. Darum herum können Projekte die Prüfung im Kontext des Videos, Closed Captions, SDH und die Lieferung als separate Dateien oder fest ins Video eingebrannt umfassen.
Für SDH transkribieren wir den gesamten Ton und vereinbaren mit Ihnen vor Projektbeginn die Konventionen für Sprecherkennzeichnung, Geräuschbeschreibungen, Musik und Formatierung; anschließend passen wir Dialog und Toninformationen für jede Sprache an. Die SDH-Spur wird im Kontext geprüft, und wo sinnvoll arbeiten wir mit Verbänden zusammen, die gehörlose und schwerhörige Menschen unterstützen, um Barrierefreiheit und Lesbarkeit zu testen. Die Übersetzung folgt unserem nach ISO 17100 zertifizierten Prozess, umgesetzt von unseren Teams in Italien, Serbien und Spanien, und Ihr Glossar hält Produktnamen und Begriffe einheitlich mit Ihren übrigen Inhalten.
SDH lassen sich außerdem in ein umfassenderes Barrierefreiheitsprogramm einbinden, zusammen mit barrierefreien PDFs, klarer Sprache und Leichter Sprache, die wir in unseren barrierefreien und inklusiven Sprachdienstleistungen bündeln.
Häufige Fragen
Beide machen Sprache und relevante Geräusche für Menschen zugänglich, die den Ton nicht hören. Closed Captions stammen aus der Fernsehtradition, sind meist in der Ausgangssprache und lassen sich im Bild positionieren. SDH werden als Untertiteldatei geliefert, sehen aus wie normale Untertitel und können in der Ausgangssprache oder übersetzt vorliegen.
SDH steht für Subtitles for the Deaf and Hard of Hearing, also Untertitel für gehörlose und schwerhörige Menschen. Neben dem Dialog kennzeichnen sie Sprechende, wenn das nicht offensichtlich ist, und beschreiben Geräusche und Musik, die für das Verständnis wichtig sind.
In der Regel nicht. Übersetzte Untertitel geben nur den Dialog wieder, während die WCAG auch relevante nicht sprachliche Toninformationen verlangen. Für Barrierefreiheit brauchen Sie Closed Captions oder SDH.
Erfolgskriterium 1.2.2 Untertitel (aufgezeichnet) in Stufe A und Erfolgskriterium 1.2.4 Untertitel (live) in Stufe AA. Beide sind in WCAG 2.1 und 2.2 enthalten und über die EN 301 549 Teil des europäischen Maßstabs für Barrierefreiheit.
SRT ist am weitesten verbreitet und funktioniert auf fast jeder Plattform. WebVTT ist der Webstandard, unterstützt Positionierung und Sprecherkennzeichnung und lässt sich in HTML-Playern als captions kennzeichnen. Prüfen Sie, welche Formate Ihre Plattform akzeptiert; viele Unternehmen halten beide vor.
Als Entwurf ja. Für veröffentlichte Videos müssen sie von einem Menschen korrigiert werden, weil sie Namen, Begriffe und Zahlen oft falsch erkennen und selten Sprechende kennzeichnen oder Geräusche beschreiben.
Nur bei kurzen Clips auf Plattformen, die ohne Ton abspielen. Eingebrannte Untertitel lassen sich nicht ausblenden oder vergrößern, sind für assistive Technologien nicht lesbar, und jede Sprache braucht eine eigene Videodatei.
Machen Sie Ihre Videos in jeder Sprache barrierefrei
Wenn Sie Schulungs-, Produkt- oder Marketingvideos für mehrere Märkte planen, nennen Sie uns Videos, Sprachen und Plattformen. Wir empfehlen Ihnen die passende Kombination aus SDH, Closed Captions und Untertiteln und planen die Arbeit nach Ihrem Veröffentlichungstermin.
Sagen Sie uns, was Sie brauchen, und wir melden uns mit passenden Lösungen bei Ihnen.