Einheitliche Terminologie über Übersetzer, Lieferanten und Niederlassungen hinweg: ein Leitfaden für Hersteller

Ein Hersteller sichert eine einheitliche Terminologie über Übersetzer und Lieferanten hinweg, indem er jeden wichtigen Begriff einmal festlegt, ihn in einem freigegebenen mehrsprachigen Glossar erfasst, das ihm selbst gehört, und dafür sorgt, dass jeder Lieferant, jede Niederlassung und jede maschinelle Übersetzung dieses Glossar bei jedem Auftrag anwendet. DEMA Solutions erstellt solche Glossare aus Ihrer vorhandenen Dokumentation, lässt sie von Ihren Fachleuten freigeben und wendet sie in jedem Projekt an.

Consistent technical terminology across translations

Für wen dieser Leitfaden gedacht ist

Dieser Leitfaden richtet sich an alle, die mit den Folgen auseinanderlaufender Terminologie leben: Leiterinnen und Leiter der technischen Dokumentation, technische Redakteure, Lokalisierungsverantwortliche und Qualitätsmanager bei Herstellern von Maschinen, Klima- und Lüftungsanlagen, Hebe- und Fördertechnik, Verpackungslinien, Automatisierung und Bahnkomponenten. Er ist auch für die italienische oder deutsche Gesellschaft eines internationalen Konzerns geschrieben, in dem die Muttergesellschaft überall dieselben Begriffe erwartet und lokale Niederlassungen oder Vertriebspartner jede Übersetzung vor der Freigabe noch einmal prüfen.

Er beantwortet praktische Fragen: Warum trägt dasselbe Bauteil drei Namen? Was gehört in ein Glossar, und wer gibt es frei? Wie entsteht es aus vorhandenen Anleitungen? Wie bringt man jeden Lieferanten und jede maschinelle Übersetzung dazu, es zu verwenden, und woran erkennt man, ob es wirkt?

Warum technische Terminologie auseinanderläuft

Terminologie läuft selten wegen einer falschen Entscheidung auseinander. Sie läuft auseinander, weil viele Menschen unabhängig voneinander, zu unterschiedlichen Zeitpunkten und ohne gemeinsame Referenz vernünftige Entscheidungen treffen.

Es beginnt im Ausgangstext. Anleitungen, die über viele Jahre von verschiedenen technischen Redakteuren, Ingenieuren und Produktmanagern geschrieben wurden, sammeln Synonyme an. Der eine schreibt „Bedienfeld“, die andere „Bedienpanel“, ein Dritter „HMI“, und der Service sagt einfach „das Display“. Jeder Übersetzer gibt den Unterschied getreu wieder und fügt in manchen Sprachen noch eine eigene Variante hinzu.

Mehrere Lieferanten treffen parallele Entscheidungen. Die Betriebsanleitung geht an einen Lieferanten, der Ersatzteilkatalog an einen anderen, die Schulungsunterlagen an einen freiberuflichen Übersetzer. Jeder wählt eine gut begründete Übersetzung für „Druckbegrenzungsventil“, und jede ist eine andere. Für sich genommen ist keine falsch; zusammen ergeben sie eine Dokumentation, die sich selbst widerspricht.

Niederlassungen und Vertriebspartner passen den Wortlaut an. Ein Vertriebspartner in Österreich stößt auf einen Begriff, den seine Techniker nicht verwenden, und ändert ihn vor Ort. Die Änderung gelangt nie zurück in die Zentrale, die nächste Ausgabe bringt den alten Begriff wieder, und der Vertriebspartner korrigiert ihn erneut.

HMI-Texte und Anleitungen leben in getrennten Welten. Die Oberflächentexte werden von der Entwicklung aus der Firmware exportiert, kurz vor einem Release eilig übersetzt und nie mit der Anleitung abgeglichen. Der Bediener liest auf dem Bildschirm ein Wort und in der Anleitung ein anderes. Beide Welten zusammenzuführen ist die Kernaufgabe einer sauberen Software-Übersetzung für HMI und SPS-Texte, bei der Strings und Anleitung dieselbe Terminologie teilen.

Produktgenerationen benennen Dinge um. Ein Bauteil wird neu konstruiert oder eine Funktion umbenannt, und ohne Aufzeichnung, welcher Begriff welchen ersetzt hat, bestehen alter und neuer Name jahrelang nebeneinander.

In einem einzelnen Dokument fällt nichts davon auf. Es fällt Technikern, Vertriebspartnern und Kunden auf, wenn sie Anleitung, Bedienoberfläche und Ersatzteilliste nebeneinander lesen.

Was uneinheitliche Terminologie kostet

Der erste Kostenfaktor ist Prüfaufwand. Jede Inkonsistenz wird zur Rückfrage eines Ingenieurs oder einer Niederlassung und zu einer weiteren Korrekturschleife vor der Freigabe, bis die Prüfung zum Engpass des gesamten Dokumentationsprozesses wird.

Der zweite ist das Risiko. Sicherheitshinweise, Wartungsanweisungen und Angaben zu Restrisiken funktionieren nur, wenn der Bediener das beschriebene Bauteil oder die beschriebene Handlung wiedererkennt. Steht in der Anleitung das eine und auf dem Maschinendisplay das andere, ist die Anweisung schwerer zu befolgen. Da die Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 ab dem 20. Januar 2027 gilt, sind Betriebsanleitung und Sicherheitsinformationen in der Sprache des Verwenders zudem nicht nur eine Frage der Verständlichkeit, sondern auch der Konformität. Unser Beitrag darüber, was die Maschinenverordnung für übersetzte Betriebsanleitungen bedeutet, erläutert die dokumentarische Seite im Detail.

Der dritte Kostenfaktor ist Geld, und er versteckt sich im Translation Memory. Erscheint derselbe Satz mit zwei verschiedenen Begriffen, behandelt das Memory ihn wie zwei verschiedene Sätze: Bei jeder Aktualisierung lässt sich weniger wiederverwenden, und mehr muss neu übersetzt und bezahlt werden. Dieser Effekt wird leicht unterschätzt und gehört zu den wichtigsten Faktoren dafür, was die Übersetzung technischer Handbücher tatsächlich kostet. Die maschinelle Übersetzung fügt einen vierten Kostenfaktor hinzu: Ohne Ihre freigegebenen Begriffe wählt eine Engine eine generische Übersetzung und in der Woche darauf womöglich eine andere.

Was ein Glossar oder eine Terminologiedatenbank tatsächlich enthält

Ein Glossar stellt man sich oft als zweispaltige Tabelle vor: links der Ausgangsbegriff, rechts die Übersetzung. Das ist ein Anfang, reicht aber nicht, um das Auseinanderlaufen zu stoppen, denn es sagt dem Übersetzer weder, wann er den Begriff verwenden soll, noch was er bedeutet oder welche Alternativen verboten sind. Eine funktionierende Terminologiedatenbank, also die strukturierte Form des Glossars, die in Übersetzungsumgebungen genutzt wird, hält für jeden Begriff mehrere Angaben fest.

  • Die freigegebene Benennung in jeder Sprache und, wo ein Markt sie wirklich braucht, eine freigegebene lokale Variante mit dokumentierter Begründung.
  • Verbotene oder veraltete Benennungen: die Synonyme und alten Namen, die nicht verwendet werden dürfen, damit Prüfungen sie markieren können.
  • Definition und Kontext: eine kurze Beschreibung, ein Beispielsatz und bei Bauteilen ein Verweis auf Zeichnung oder Teilenummer, damit der Übersetzer weiß, welcher „Halter“ oder welche „Schutzeinrichtung“ gemeint ist.
  • Verwendungshinweise: ob die Benennung auf der HMI mit Zeichenbegrenzung erscheint, ob es ein Produktname ist, der nie übersetzt wird, wie Einheiten und Abkürzungen geschrieben werden.
  • Status und Verantwortlicher: vorgeschlagen, freigegeben oder veraltet, wer wann freigegeben hat, damit alle wissen, welchen Einträgen sie vertrauen können.

Die Struktur ist wichtiger als die Software. Nützlich wird ein Glossar dadurch, dass jeder Eintrag genau einen Begriff beschreibt, seine eigene Freigabehistorie mitführt und sich in einem Standardformat exportieren lässt, etwa TBX (TermBase eXchange), dem ISO-Austauschformat für Terminologie, oder als saubere Tabelle. Genau das macht es zwischen Lieferanten übertragbar und lässt es einen Werkzeugwechsel überstehen.

Ein Glossar ist außerdem etwas anderes als ein Translation Memory, und Sie brauchen beides. Das Glossar regelt einzelne Benennungen; das Memory speichert ganze freigegebene Sätze zur Wiederverwendung. Das Glossar hält „Druckbegrenzungsventil“ stabil, das Memory sorgt dafür, dass der Satz drumherum nicht jedes Mal neu übersetzt wird. Deshalb sollte Ihnen Ihr Translation Memory aus genau demselben Grund gehören wie Ihr Glossar. Woran Sie erkennen, ob dieses Eigentum bei Ihrem Dienstleister tatsächlich gesichert ist, zeigt unser Beitrag zum Eigentum am Translation Memory.

Wie Sie ein Glossar aus vorhandenen Dokumenten aufbauen

Die meisten Hersteller müssen nicht bei null anfangen. Ihre Terminologie existiert bereits, verteilt auf Ausgangsdokumente, frühere Übersetzungen, Ersatzteildatenbanken und Oberflächendateien. Die Aufgabe besteht darin, sie zu sammeln, Widersprüche aufzulösen und das Ergebnis freigeben zu lassen.

Am Anfang steht die Extraktion. Ein Terminologe oder ein erfahrener technischer Fachübersetzer führt eine Terminologieextraktion auf Ihren Ausgangsdokumenten und den vorhandenen Übersetzungen durch und ergänzt sie um Stücklisten, HMI-Textdateien und Begriffslisten, die Ihre Ingenieure bereits führen. Das Ergebnis ist eine Kandidatenliste, sortiert nach Häufigkeit und Kritikalität: Bauteilnamen, Funktionen, Sicherheitsbegriffe, Betriebsarten, Alarme, Einheiten und Produktnamen.

Danach folgt die Bereinigung von Konflikten. Für jeden Kandidaten werden die vorhandenen Übersetzungen verglichen. Überwiegt eine Übersetzung und ist sie korrekt, wird sie zum Vorschlag. Konkurrieren drei Varianten, recherchiert der Fachübersetzer in Normen, im Sprachgebrauch Ihrer Märkte und in Ihren neuesten Dokumenten und schlägt eine Variante mit kurzer Begründung vor. Gibt es zwar Übersetzungen, aber kein abgeglichenes Memory, ist das Alignment alter Ausgangs- und Zieldokumente oft der schnellste Weg, sie zurückzugewinnen, und genau dafür ist unser Translation Memory Alignment da.

Die letzte Entscheidung in dieser Phase betrifft den Umfang. Ein erstes Glossar muss nicht jedes Wort Ihrer Anleitungen enthalten. Einige hundert gut ausgewählte Begriffe aus Sicherheit, Kernbauteilen, Betriebsarten und HMI-Beschriftungen bringen den größten Teil des Nutzens. Weitere Einträge kommen Projekt für Projekt hinzu, wenn Übersetzer nach neuen Begriffen fragen.

Freigabe: Konstruktion, Regulatory und Niederlassungen

Ein Glossar ist nur so verbindlich wie die Personen, die es freigeben. Fachübersetzer können vorschlagen und recherchieren; das letzte Wort darüber, wie Ihr Unternehmen ein Bauteil nennt, sollten sie nicht haben.

Am besten funktioniert die Freigabe, wenn sie nach Kompetenz aufgeteilt ist. Konstrukteure oder Produktmanager bestätigen Ausgangsbegriffe und fachliche Richtigkeit: Ist das der richtige Name für dieses Teil, und ist das veraltete Synonym wirklich falsch? Regulatory- oder Qualitätsverantwortliche bestätigen die Sicherheitsterminologie und Formulierungen, die mit Normen oder Rechtstexten übereinstimmen müssen. Niederlassungen, Vertriebspartner oder Techniker vor Ort bestätigen, dass die Zielbenennung diejenige ist, die ihr Markt tatsächlich verwendet.

Ob die Freigabe eine Woche dauert oder nie zustande kommt, entscheidet die Aufbereitung. Jeder Vorschlag sollte mit Definition, Kontextsatz, den Dokumenten, in denen er vorkommt, und den konkurrierenden Varianten ankommen, damit die Prüfer entscheiden statt recherchieren. Halten Sie die Pakete klein, mit Frist und einer Regel dafür, was geschieht, wenn keine Antwort kommt.

Das Glossar in der Übersetzung und in der maschinellen Übersetzung anwenden

Ein Glossar, das einem Lieferanten als E-Mail-Anhang geschickt wird, ist meist spätestens beim zweiten Projekt vergessen. Für eine einheitliche Terminologie muss es im Arbeitsablauf leben, in dem die Übersetzer arbeiten: Freigegebene Benennungen erscheinen automatisch, während jedes Segment übersetzt wird, und automatische Prüfungen markieren jeden Zieltext, der eine verbotene Benennung verwendet oder eine freigegebene auslässt. Dasselbe gilt für Anfragen, Rückfragen und Korrekturen, weshalb sich ein strukturierter Übersetzungsprozess ohne E-Mail-Chaos auch für die Terminologie auszahlt.

Hinter diesen Prüfungen braucht es eine menschliche Entscheidung. Eine markierte Benennung ist nicht immer ein Fehler: Der Ausgangstext kann ein Wort in anderem Sinn verwenden, oder die Grammatik verlangt eine andere Form. Deshalb ist die Revision so wichtig. In einem Prozess nach ISO 17100 revidiert ein zweiter qualifizierter Fachübersetzer jede Übersetzung im Abgleich mit dem Ausgangstext, und die Terminologie gehört zu den Punkten, die er prüft. Unser Leitfaden dazu, wie Sie die Qualität eines Übersetzungsdienstleisters vor der Beauftragung prüfen, nennt die Fragen, an denen Sie erkennen, ob ein Lieferant tatsächlich so arbeitet.

Mit maschineller Übersetzung steigt der Einsatz. Eine generische Engine weiß nichts über Ihre Produkte und wählt die statistisch häufigste Benennung, die oft nicht Ihre freigegebene ist. Wird die maschinelle Übersetzung durch Ihr Glossar und Ihr Translation Memory gesteuert, gelten die freigegebenen Benennungen ab dem ersten Entwurf, und die Post-Editoren konzentrieren sich auf Sinn und Verständlichkeit, statt Terminologie zu reparieren. Ob sich dieser Ansatz für eine bestimmte Dokumentart eignet, hängt von Inhalt, Risiko und Verwendungszweck des Textes ab.

Terminologie für HMI-Texte und Ersatzteile

Bedienoberflächen und Ersatzteilkataloge verdienen besondere Aufmerksamkeit, denn dort ist Inkonsistenz am sichtbarsten und am teuersten.

HMI-Texte sind kurz, ohne Kontext und durch Zeichenbegrenzungen eingeschränkt, sodass ein Begriff, der in der Anleitung passt, auf einer Schaltfläche oder in einer Alarmzeile womöglich keinen Platz findet. Das Glossar sollte die freigegebene Kurzform für die Oberfläche neben der Vollform festhalten, und die Anleitung sollte sich mit genau den Worten auf den Bildschirm beziehen, die der Bediener sieht. Wer Oberflächentexte übersetzt, braucht das Glossar, die maximale Länge jedes Strings und idealerweise Screenshots; ohne sie entstehen abgeschnittene Beschriftungen und improvisierte Abkürzungen.

Ersatzteilkataloge werden oft aus einem ERP- oder PLM-System erzeugt, mit Beschreibungen, die Einkauf oder Logistik und nicht die technische Redaktion verfasst haben. Sie folgen meist eigenen Benennungskonventionen, die dann mit der Serviceanleitung kollidieren. Werden die Teilebeschreibungen ins selbe Glossar aufgenommen, zumindest für die Bauteile, die in Wartungsanweisungen vorkommen, kann ein Techniker das Teil aus der Anleitung im Katalog wiederfinden und das richtige bestellen.

Terminologie in einem Konzern und seinen Niederlassungen abstimmen

In einem Konzern mit mehreren Produktionsstandorten, Vertriebsgesellschaften oder zugekauften Unternehmen vervielfachen sich Terminologieprobleme. Jede Einheit hat womöglich ihr eigenes Glossar, ihren eigenen Lieferanten und ihre eigenen Gewohnheiten, und nach einer Übernahme gibt es für dieselbe Produktlinie oft zwei Namen.

Das tragfähige Modell ist ein zentrales Glossar, in dem lokale Varianten erfasst sind, nicht getrennte Glossare je Land. Die Zentrale verantwortet die Begriffe und die Ausgangsbenennungen. Jede Niederlassung verantwortet die Freigabe ihrer Sprache und darf eine Marktvariante vorschlagen, wenn es einen echten Grund gibt, etwa eine regionale Benennung, die Kunden verwenden, oder eine Formulierung, die eine nationale Norm vorschreibt. Ist eine Variante freigegeben und erfasst, gilt sie überall in diesem Markt, und die Niederlassungen hören auf, Übersetzungen eigenmächtig zu ändern.

Das funktioniert nur, wenn Niederlassungen das Glossar einsehen, Änderungen über einen vereinbarten Kanal vorschlagen und Rückmeldung erhalten können. Wenn lokale Prüfer den Eindruck haben, dass ihre Beiträge versanden, korrigieren sie Übersetzungen wieder von Hand.

Terminologie über Produktgenerationen hinweg pflegen

Ein Glossar, das nicht gepflegt wird, wird selbst zur Quelle von Inkonsistenz. Produkte ändern sich, Bauteile werden umbenannt, neue Produktlinien kommen hinzu, und jede Änderung sollte das Glossar erreichen, bevor sie die Dokumente erreicht.

Die einfachste Disziplin besteht darin, Terminologie an das technische Änderungswesen zu koppeln. Wird ein Bauteil umbenannt oder neu eingeführt, enthält der Änderungsantrag auch die Benennung: den neuen Ausgangsnamen, ob der alte veraltet ist und welche Dokumente betroffen sind. Zuerst wird das Glossar aktualisiert, dann folgen die Übersetzungen, und veraltete Einträge bleiben als solche gekennzeichnet in der Terminologiedatenbank, damit automatische Prüfungen jeden alten Namen erkennen, der in einem wiederverwendeten Satz überlebt hat.

Rückfragen von Übersetzern sind die zweite Quelle für Aktualisierungen: Jede Antwort auf „Was bedeutet dieser Begriff?“ sollte zu einem Eintrag werden. Eine kurze Durchsicht bei jedem größeren Produktrelease verhindert, dass sich nicht freigegebene Vorschläge stapeln.

Wie Sie einheitliche Terminologie messen

Konsistenz lässt sich leichter steuern, sobald sie sichtbar ist. Es gibt keine einzelne Kennzahl, aber mehrere Signale zeigen, ob das Glossar wirkt.

Automatische Terminologieprüfungen bei jeder Lieferung zeigen, wie viele freigegebene Benennungen fehlten oder wie viele verbotene auftauchten, und ob diese Zahl mit der Zeit sinkt. Anzahl und Art der Prüfkommentare von Konstruktion und Niederlassungen sind ein zweites Signal: Ist die Terminologie unter Kontrolle, verschieben sich die Rückmeldungen von „falscher Begriff“ zu echten inhaltlichen Fragen. Die Rückfragen der Übersetzer je Projekt zeigen, wo das Glossar noch Lücken hat. Schließlich ist die Wiederverwendung aus dem Translation Memory bei Aktualisierungen ein indirektes Maß, denn eine einheitliche technische Terminologie in Ausgangs- und Zieltext erlaubt es, einen größeren Teil jeder neuen Ausgabe aus bereits freigegebenem Text zu übernehmen. Wenn Sie von Ihrem Lieferanten ein transparentes Reporting zur Wiederverwendung verlangen, wird dieser Trend für den Einkauf ebenso sichtbar wie für die technische Redaktion.

Schritt für Schritt zu einer einheitlichen Terminologie

Beginnen Sie mit einem Audit. Vergleichen Sie Anleitung, HMI-Texte und Ersatzteilkatalog einer Produktfamilie in zwei oder drei Sprachen und listen Sie die Begriffe auf, die unter mehr als einem Namen vorkommen. Diese Liste ist zugleich Ihre Begründung gegenüber der Geschäftsleitung und Ihre erste Kandidatenliste.

Legen Sie Umfang und Verantwortliche fest. Entscheiden Sie, welche Inhaltsarten und Sprachen zuerst kommen, wer die Ausgangsbenennungen verantwortet, wer jede Zielsprache freigibt und bis wann.

Extrahieren, vorschlagen, freigeben. Lassen Sie einen technischen Fachübersetzer die Kandidaten extrahieren und recherchieren, und schicken Sie jedem Prüfer nur die Begriffe, die er fachlich beurteilen kann, mit dem nötigen Kontext für eine schnelle Entscheidung.

Binden Sie es in jeden Auftrag ein. Jeder Lieferant, jeder interne Übersetzer und jede maschinelle Übersetzung nutzt das freigegebene Glossar im Arbeitsablauf, mit automatischen Prüfungen und menschlicher Revision. Ihre technischen Redakteure erhalten die bevorzugten Ausgangsbenennungen und die verbotenen Synonyme, sodass neue Inhalte keine neuen Varianten mehr erzeugen.

Pflegen und messen. Koppeln Sie das Glossar an das Änderungswesen, machen Sie aus Übersetzerrückfragen Einträge und verfolgen Sie die oben beschriebenen Signale.

Mehrere Lieferanten, ein Glossar

Viele Hersteller arbeiten mit mehr als einem Übersetzungsdienstleister, ob bewusst oder historisch gewachsen. Ein Glossar für Übersetzungen, das Ihnen gehört und in einem übertragbaren Format vorliegt, hält sie auf einer Linie. Geben Sie jedem Lieferanten dasselbe freigegebene Glossar und dasselbe Translation Memory, verlangen Sie, dass beide bei jedem Auftrag in seiner Arbeitsumgebung angewendet werden, und die Konsistenz hängt nicht mehr davon ab, wer die Arbeit macht. Ein neuer Lieferant, oder ein neuer Übersetzer bei einem bestehenden, startet dann mit Ihrer Terminologie statt mit seiner eigenen.

Die Koordination mehrerer Lieferanten bringt eigene Herausforderungen mit sich, die wir in unserem Beitrag darüber behandeln, wie Unternehmen Übersetzungen über mehrere Anbieter und Märkte hinweg steuern. Wenn Sie einen neuen Lieferanten prüfen, fragen Sie, wie er Ihr Glossar bei jedem Auftrag anwendet, wie er mit Begriffen umgeht, die er nicht klären kann, und ob Sie die Terminologiedatenbank am Ende im TBX-Format zurückerhalten. Die übrigen Fragen zur Auswahl eines technischen Übersetzungsdienstleisters decken die anderen entscheidenden Punkte ab.

Wie DEMA Solutions für einheitliche Terminologie sorgt

Wir beginnen mit dem, was Sie bereits haben: Ihrer Ausgangsdokumentation, früheren Übersetzungen, Stücklisten und den Begriffslisten Ihrer Ingenieure. Unsere Fachübersetzer extrahieren die Schlüsselbegriffe, bereinigen konkurrierende Varianten und bereiten Vorschläge mit Definitionen und Kontext vor, damit Konstruktion, Regulatory und Niederlassungen sie zügig freigeben können. Den Ablauf beschreibt unsere Seite zum Terminologiemanagement im Detail.

Nach der Freigabe wird das Glossar zusammen mit Ihrem Translation Memory in jedem Projekt angewendet und mit Ihren Produkten weiterentwickelt. Unser Prozess ist nach ISO 17100 zertifiziert, ein zweiter qualifizierter Fachübersetzer revidiert jede Übersetzung, und in sensiblen Projekten werden auch wiederverwendete Übersetzungen erneut geprüft. Glossar und Memory gehören Ihnen und werden als TBX und TMX geliefert, sodass sie mit jedem Lieferanten funktionieren. Unser hauseigenes DTP-Team bearbeitet Anleitungen und Kataloge in ihren Originalformaten, und unsere Teams in Italien, Serbien und Spanien betreuen dieselben Produktfamilien über lange Zeit.

Einer unserer Kunden im Bereich Übersetzungen für die Fertigungsindustrie, ein italienischer Hersteller industrieller Anlagen, liefert jede Maschine mit Anleitungen, Sicherheitsinformationen und Oberflächentexten in der Sprache des Zielmarkts aus. Ein vom Kunden freigegebenes Glossar hält die Namen von Bauteilen und Prozessen zwischen Anleitungen, Oberflächentexten und Ersatzteildokumentation über Jahre von Ausgaben hinweg einheitlich. Die ganze Geschichte erzählt unsere Fallstudie zu einem Industriehersteller.

Welche Rolle TUBE spielt

In TUBE steuern Ihr Glossar und Ihr Translation Memory die maschinelle Übersetzung, sodass Ihre freigegebenen Benennungen ab dem ersten Entwurf gelten und nicht die, die eine generische Engine bevorzugt. Jede freigegebene Übersetzung fließt in ein Memory, das Ihnen gehört und das Sie exportieren können, und das Reporting zur Wiederverwendung zeigt, wie viel jeder Aktualisierung aus bereits freigegebenem Text stammt.

Häufige Fragen

Die Begriffe werden oft synonym verwendet. Ein Glossar ist meist eine Liste freigegebener Benennungen mit ihren Übersetzungen, während eine Terminologiedatenbank eine strukturierte Datenbank in der Übersetzungsumgebung ist, mit Definitionen, Kontext, verbotenen Benennungen, Status und Freigabehistorie für jeden Begriff.

Konstrukteure oder Produktmanager für Ausgangsbenennungen und fachliche Richtigkeit, Regulatory- oder Qualitätsverantwortliche für sicherheitsrelevante Formulierungen und Niederlassungen, Vertriebspartner oder Techniker vor Ort für den Sprachgebrauch im jeweiligen Markt. Fachübersetzer recherchieren und schlagen vor; Ihre Fachleute entscheiden.

Indem Sie ein freigegebenes Glossar und ein Translation Memory besitzen, beide jedem Lieferanten in einem übertragbaren Format übergeben und verlangen, dass sie bei jedem Auftrag in der Übersetzungsumgebung angewendet werden, mit automatischen Prüfungen und Revision durch einen zweiten Fachübersetzer.

Nur wenn sie dafür eingerichtet ist. Generische Engines wählen ihre eigenen Benennungen. Wird die maschinelle Übersetzung durch Ihr Glossar und Ihr Translation Memory gesteuert, gelten die freigegebenen Benennungen ab dem ersten Entwurf, und das Post-Editing kann sich auf den Sinn statt auf die Terminologie konzentrieren.

Ja. Die Anleitung sollte sich mit genau den Worten auf die Bedienoberfläche beziehen, die der Bediener sieht. Weil Oberflächentexte oft eine Zeichenbegrenzung haben, sollte das Glossar neben der Vollform eine freigegebene Kurzform festhalten.

Immer dann, wenn ein Bauteil umbenannt oder neu eingeführt wird, idealerweise im Rahmen des Änderungswesens, und mit einer regelmäßigen Durchsicht bei größeren Produktreleases. Veraltete Benennungen sollten als solche gekennzeichnet in der Terminologiedatenbank bleiben, damit Prüfungen sie erkennen.

Ein Bauteil, ein Name, in jeder Sprache

Wenn dasselbe Teil in Ihren Anleitungen, auf der Bedienoberfläche und im Ersatzteilkatalog unterschiedlich heißt, ist genau das der richtige Ausgangspunkt. Schicken Sie uns einige Ihrer Dokumente, und wir zeigen Ihnen, wo Ihre Terminologie auseinanderläuft und wie ein freigegebenes Glossar sie wieder vereinheitlichen würde.

Wie können wir helfen?

Sagen Sie uns, was Sie brauchen, und wir melden uns mit passenden Lösungen bei Ihnen.

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