Barrierefreie PDFs und PDF/UA
Ein PDF ist nicht barrierefrei, nur weil der Text sichtbar ist.
DEMA macht PDFs barrierefrei, damit assistive Technologien die Dokumentstruktur erfassen können: Überschriften, Absätze, Listen, Tabellen, Bilder, Links, Sprache, Lesereihenfolge und Navigation. Die Leistung lässt sich mit mehrsprachigem DTP verbinden, sodass Barrierefreiheit bereits in der Produktion berücksichtigt und nicht erst nachträglich ergänzt wird.
Ein PDF kann korrekt aussehen und für einen Screenreader dennoch unbrauchbar sein, wenn Tags, Lesereihenfolge, Überschriften, Tabellen, Alternativtexte oder Sprachangaben fehlerhaft sind.
Barrierefreiheit liegt unter dem sichtbaren Layout.
Sehende Leserinnen und Leser erschließen Spalten, Überschriften und Tabellenbeziehungen aus Position und Gestaltung. Assistive Technologien benötigen diese Logik ausdrücklich kodiert. DEMA arbeitet mit einer an PDF/UA ausgerichteten Struktur und Barrierefreiheitsprüfungen, damit die semantische Reihenfolge dem beabsichtigten Leseerlebnis entspricht.
Struktur & Tags
Überschriften, Absätze, Listen, Tabellen und weitere Inhalte benötigen die richtigen semantischen Rollen.
Lesereihenfolge
Die logische Abfolge muss dem visuellen Informationsfluss entsprechen, besonders in mehrspaltigen oder grafikreichen Dokumenten.
Nicht-textuelle Inhalte
Bilder, Diagramme und Grafiken benötigen passende Alternativbeschreibungen oder eine Kennzeichnung als Artefakt.
Navigation & Metadaten
Sprache, Links, Lesezeichen und Metadaten helfen assistiven Technologien, das Dokument zu erkennen und darin zu navigieren.
Was in einem barrierefreien PDF geprüft wird.
Dokumentstruktur
Eine stimmige semantische Hierarchie aufbauen.
Tabellen & Grafiken
Komplexe visuelle Informationen interpretierbar machen.
Navigation
Nutzenden helfen, sich in der Datei zu bewegen.
Dokumenteinstellungen
Das korrekte Verhalten assistiver Technologien unterstützen.
Anforderungen an die Barrierefreiheit sind heute ein konkretes Thema bei Beschaffung und Veröffentlichung.
Der European Accessibility Act (EAA) gilt seit dem 28. Juni 2025, daher ist Barrierefreiheit heute Teil von Beschaffungs- und Veröffentlichungsentscheidungen. Für PDF-Dokumente ist der maßgebliche technische Rahmen PDF/UA (ISO 14289), zusammen mit Anforderungen an die digitale Barrierefreiheit wie WCAG 2.1 AA und, soweit anwendbar, EN 301 549. WCAG 3.0 befindet sich noch in Entwicklung und ist noch keine verbindliche Anforderung.

Wichtig
DEMA kann Dokumente barrierefrei aufbereiten und anhand der vereinbarten technischen Anforderungen prüfen. Ob eine bestimmte Organisation oder ein bestimmtes Dokument rechtlich darunter fällt, hängt vom anwendbaren Recht, vom Produkt oder der Dienstleistung und vom Markt ab. Diese Informationen stellen keine Rechtsberatung dar.
Die vier Prinzipien der Barrierefreiheit.
Barrierefreie Dokumente beruhen auf denselben vier Prinzipien wie barrierefreie Websites: Wahrnehmbar, Bedienbar, Verständlich und Robust. PDF/UA und WCAG übersetzen sie in konkrete technische Prüfungen für jede Datei.
Wahrnehmbar
Texte, Bilder, Diagramme und Tabellen müssen für alle zugänglich sein, auch für Menschen, die Screenreader nutzen. Alternativtexte und korrekte Tags machen die Inhalte wahrnehmbar.
Bedienbar
Leserinnen und Leser müssen sich mit der Tastatur oder assistiven Technologien durch das Dokument bewegen können. Lesezeichen, Links und eine logische Tab-Reihenfolge sorgen für eine reibungslose Navigation.
Verständlich
Inhalte müssen klar und vorhersehbar sein. Eine korrekte Lesereihenfolge, eine festgelegte Dokumentsprache und einheitliche Überschriften helfen allen, dem Dokument zu folgen.
Robust
Die Datei muss in verschiedenen PDF-Readern und mit assistiven Technologien zuverlässig funktionieren. Standardkonforme Tags, wie PDF/UA sie verlangt, halten sie heute und künftig interpretierbar.
Die barrierefreie Aufbereitung setzt diese Prinzipien in der Datei um, damit das Dokument für alle funktioniert.
Barrierefreiheit lässt sich mit Lokalisierung und DTP verbinden.
PDF prüfen
Probleme bei Struktur, Lesereihenfolge, Kontrast, Tabellen, Bildern, Links, Formularen und Metadaten erkennen.
Quelldatei oder PDF-Struktur korrigieren
Je nach Fall die Quelldatei in Word/InDesign neu aufbauen oder korrigieren oder die PDF-Tags direkt bearbeiten.
Semantische Informationen ergänzen
Überschriften, Listen, Tabellenstrukturen, Alternativtexte, Artefakte, Spracheinstellungen und Navigation anlegen.
Lesereihenfolge und Nutzbarkeit prüfen
Das Dokument mit Prüftools für Barrierefreiheit kontrollieren und prüfen, wie die Inhalte für assistive Technologien bereitgestellt werden.
Liefern und dokumentieren
Die barrierefreie Datei und die vereinbarten Prüfnachweise bereitstellen. Bei mehrsprachigen Projekten werden die Prüfungen an der finalen Zielsprachfassung wiederholt.
Am günstigsten lässt sich Barrierefreiheit oft vor dem finalen Export umsetzen.
Wenn ein mehrsprachiges Dokument ohnehin in FrameMaker, InDesign oder einer anderen DTP-Umgebung neu aufgebaut wird, können die Anforderungen an die Barrierefreiheit gleichzeitig berücksichtigt werden. So vermeiden Sie es, erst zu übersetzen, dann zu setzen und schließlich ein strukturell mangelhaftes PDF nachzubessern.
Handbücher & Anleitungen
Technische Dokumentation kann Übersetzung, DTP und barrierefreie PDFs in einer Produktionskette vereinen.
Finanzdokumente
Abrechnungen, Produktinformationen und Berichte erfordern unter Umständen sowohl mehrsprachige Genauigkeit als auch barrierefreie finale PDFs.
Marketing & öffentliche Dokumente
Broschüren, Berichte und öffentliche Inhalte behalten ihr visuelles Design und erhalten zugleich eine semantische Struktur für assistive Technologien.
Was barrierefreie PDFs für Ihre Organisation leisten.
Barrierefreie Dokumente sind nicht nur eine Compliance-Aufgabe. Sie machen Ihre Inhalte leichter nutzbar, besser auffindbar und für ein deutlich breiteres Publikum zugänglich.
Bessere Nutzererfahrung
Barrierefreie PDFs sind für alle leichter zu lesen und zu navigieren, unabhängig von assistiver Technologie, Gerät oder Lesegewohnheiten.
Inklusive Reichweite
Laut Weltgesundheitsorganisation leben 16 % der Weltbevölkerung mit einer erheblichen Behinderung. Barrierefreie Dokumente sorgen dafür, dass Ihre Inhalte auch diese Leserinnen und Leser erreichen.
Bessere SEO-Leistung
PDFs mit Tags, guter Struktur, klaren Titeln, Überschriften und Textalternativen sind für Suchmaschinen leichter zu erfassen, sodass Ihre Dokumente besser gefunden werden.
Geringeres Compliance-Risiko
Nach PDF/UA und WCAG aufbereitete und geprüfte Dokumente helfen Ihnen, die Erwartungen an Barrierefreiheit bei öffentlichen Ausschreibungen und im Rahmen des European Accessibility Act zu erfüllen.
Barrierefreie PDFs: Machen Sie Ihre Dokumente für alle zugänglich.
Laden Sie unseren kostenlosen Report herunter und erfahren Sie, wie Sie PDFs barrierefrei machen und wie Ihre Organisation so Dokumente veröffentlicht, die alle nutzen können.

Ein Angebot für barrierefreie PDFs hängt von der Struktur ab, nicht nur von der Seitenzahl.
Können Sie ein PDF barrierefrei machen, wenn uns die Quelldatei fehlt?
Ja, aber Vorgehen und Aufwand hängen davon ab, wie das PDF erstellt wurde. Manche Dateien lassen sich am besten direkt korrigieren, andere müssen teilweise neu aufgebaut werden.
Verändert die barrierefreie Aufbereitung das visuelle Design?
Oft kann das Erscheinungsbild weitgehend gleich bleiben, auch wenn Kontrast- oder Strukturprobleme kleine Designanpassungen erfordern können.
Müssen übersetzte PDFs erneut geprüft werden?
Ja. Übersetzung und DTP können Lesereihenfolge, Spracheinstellungen, Alternativtexte und Layoutbeziehungen verändern. Die Barrierefreiheit sollte daher an der finalen Zielsprachdatei geprüft werden.
Können Sie barrierefreie PDFs mit Übersetzung kombinieren?
Ja. DEMA kann Übersetzung, DTP und barrierefreie Aufbereitung verbinden, sodass Barrierefreiheit Teil der Ausgabespezifikation ist und kein separates Projekt am Ende.
Senden Sie uns das PDF, nicht nur die Seitenzahl.
Wir prüfen, wie das Dokument aufgebaut ist, ermitteln die wichtigsten Barrieren und schlagen vor, ob die Aufbereitung direkt im PDF oder vorgelagert in der Quelldatei bzw. im DTP-Workflow erfolgen sollte.
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