Technisches Übersetzungsbüro auswählen: 10 Fragen, die Hersteller stellen sollten
Das richtige technische Übersetzungsbüro hält Terminologie, Zahlen und Einheiten in jeder Sprache und jeder Revision identisch, arbeitet in Ihren Originalformaten und lässt Glossar und Translation Memory in Ihrem Besitz. DEMA Solutions empfiehlt, diese Punkte vor dem Preis zu prüfen, denn sie bestimmen die Kosten jeder künftigen Anleitung.

Warum die Auswahl eines technischen Übersetzungsbüros anders ist
Eine schlecht übersetzte Broschüre kostet etwas Glaubwürdigkeit. Eine schlecht übersetzte Betriebsanleitung kann einen Rückruf, beanstandete technische Unterlagen oder einen verletzten Techniker kosten. Deshalb funktioniert der übliche Einkauf von Übersetzungen, der Vergleich des Wortpreises aus drei Angeboten, bei technischer Dokumentation schlecht.
Technische Inhalte haben drei Eigenschaften, die die Entscheidung verändern:
- Sie wiederholen sich. Dasselbe Bauteil, derselbe Warnhinweis und dieselbe Prozedur stehen in Dutzenden von Anleitungen, Katalogen und Oberflächentexten. Ein Anbieter, der freigegebene Inhalte gut wiederverwendet, wird jedes Jahr günstiger und konsistenter. Einer, der das nicht tut, fängt jedes Mal bei null an.
- Sie sind reguliert. Betriebsanleitungen, Sicherheitsinformationen und Konformitätserklärungen müssen in der Sprache des Nutzers vorliegen. Ab dem 20. Januar 2027 gelten für Maschinen die Regeln der Maschinenverordnung 2023/1230.
- Sie stecken in komplexen Dateien. DITA, XML, FrameMaker, InDesign, CAD-Beschriftungen, Software-Ressourcendateien. Kann der Anbieter nicht darin arbeiten, kopiert am Ende jemand in Ihrem Unternehmen Texte hin und her.
Ob Sie ein technisches Übersetzungsbüro, einen Fachübersetzer für Technik oder einen Anbieter für technische Übersetzungen suchen: Sie kaufen dasselbe, nämlich einen Prozess, der die technische Sprache über Sprachen und Jahre hinweg unter Kontrolle hält.
Die 10 Fragen vor der Entscheidung
1. Wie halten Sie die Terminologie über Sprachen und Revisionen hinweg identisch?
Lassen Sie sich zeigen, wie ein Bauteilname aus Ihrem Glossar in die übersetzte Anleitung gelangt. Eine gute Antwort umfasst ein freigegebenes, mehrsprachiges Glossar, das die Übersetzer befolgen müssen, automatische Prüfungen, die Abweichungen melden, und einen Weg, auf dem Ihre Ingenieure neue Termini einmal freigeben, nicht in jedem Projekt. Eine schwache Antwort lautet: „Unsere Übersetzer sind Experten.“ Ohne gemeinsames Glossar entstehen auch bei Experten drei Namen für dasselbe Ventil. Siehe warum zentrales Terminologiemanagement die Übersetzung verändert.
2. Wie prüfen Sie Zahlen, Einheiten und Toleranzen?
Bei Zahlen scheitern technische Übersetzungen leise. Ein Dezimaltrennzeichen, ein Anzugsmoment oder eine Einheit, die umgerechnet wurde, obwohl sie es nicht sollte, liest sich einwandfrei und ist trotzdem falsch. Fragen Sie, welche Prüfungen bei Zahlen und Einheiten laufen, in welcher Phase und wer das Ergebnis freigibt.
3. Wem gehören Translation Memory und Glossar, und können wir sie exportieren?
Jeder Satz, den Sie übersetzen lassen, wird in einem Translation Memory gespeichert. Bleibt es beim Anbieter, bleibt dort auch Ihre Investition, und ein Anbieterwechsel bedeutet, Inhalte erneut zu bezahlen, die Sie bereits haben. Lassen Sie sich schriftlich bestätigen: Translation Memory und Glossar gehören Ihnen, in einem exportierbaren Standardformat, jederzeit.
4. Arbeiten Sie in unseren Originalformaten?
Fragen Sie, welche Formate der Anbieter direkt verarbeitet: DITA und anderes XML, S1000D, FrameMaker, InDesign, Word, Software-Strings. Fragen Sie, was mit Tags, Querverweisen und Bildern auf dem Rückweg passiert. Liegt Ihre Vorlage nur als gescanntes oder gesperrtes PDF vor, fragen Sie, ob der Anbieter es bearbeitbar machen kann oder ob das bei Ihnen hängen bleibt. Siehe unsere Dateivorbereitung und OCR.
5. Wer setzt die übersetzte Anleitung?
Übersetzter Text ist länger oder kürzer als das Original, manche Sprachen ändern die Schreibrichtung. Beschriftungen in Explosionszeichnungen, Tabellen und Warnhinweise müssen trotzdem passen. Fragen Sie, ob der Satz von einem internen DTP-Team in Ihren Originaldateien erledigt wird oder an einen dritten Dienstleister geht, den Sie selbst koordinieren müssen.
6. Wie entscheiden Sie zwischen Humanübersetzung und maschineller Übersetzung?
Fast jede technische Übersetzung nutzt heute irgendwo maschinelle Übersetzung. Entscheidend ist, wie sie gesteuert wird. Fragen Sie, welche Inhalte per Post-Editing bearbeitet werden und welche Fachübersetzern vorbehalten bleiben, wer das entscheidet und ob die Engine Ihrem Glossar und Ihrem Translation Memory folgt. Sicherheitskapitel und Unterlagen für eine benannte Stelle sind keine Ersatzteilliste. Siehe unser Post-Editing maschineller Übersetzungen.
7. Wer revidiert die Übersetzung, und anhand wovon?
Revision bedeutet, dass ein zweiter qualifizierter Linguist die Übersetzung Satz für Satz mit dem Ausgangstext vergleicht. Das ist etwas anderes als das Gegenlesen des Zieltextes. Fragen Sie, ob die Revision bei jedem Dokument enthalten ist, nach welcher Norm der Prozess arbeitet (ISO 17100 ist die Referenz für Übersetzungsdienstleistungen) und wie Reklamationen bearbeitet werden. Siehe Qualitätssicherung bei Übersetzungen.
8. Wie geben unsere Ingenieure und Händler Feedback?
Ihre Ingenieure und Händler vor Ort kennen das Produkt besser als jeder Übersetzer. Entscheidend ist, wie ihre Korrekturen in die nächste Ausgabe gelangen. Fragen Sie, ob Prüfer im Kontext arbeiten, ob freigegebene Korrekturen Glossar und Translation Memory aktualisieren und wie lange das dauert. Kommt Feedback per E-Mail mit kommentiertem PDF und verschwindet nach dem Projekt, brauchen Sie dieselbe Korrektur beim nächsten Mal wieder.
9. Welche Dokumente übersetzen Sie für die Konformität, und kennen Sie die Anforderungen?
Lassen Sie sich die Dokumente nennen, die der Anbieter für die CE-Kennzeichnung und den EU-Markt übersetzt: Betriebsanleitungen, Installations- und Wartungsanleitungen, Warnhinweise und Schilder, Konformitätserklärungen, Teile der technischen Unterlagen. Fragen Sie, was sich mit der Maschinenverordnung ändert, etwa die digitale Betriebsanleitung und das Recht des Nutzers auf eine Papierfassung. Ein Anbieter, der den Kontext kennt, fragt nach Ihren Zielmärkten, bevor Sie sie nennen. Siehe auch, was EU-Vorschriften für übersetzte Bedienungsanleitungen verlangen.
10. Haben wir einen festen Ansprechpartner, der unsere Produkte kennt?
Technische Übersetzung gelingt besser, wenn derselbe Projektmanager und dieselben Linguisten Jahr für Jahr an denselben Produktfamilien arbeiten. Fragen Sie, wer Ihr Ansprechpartner ist, wie Linguisten zugeordnet werden und was passiert, wenn Inhalte zwei Tage vor dem Versand kommen.
Drei verbreitete Abkürzungen, und was sie kosten
"Ein allgemeines Übersetzungsbüro ist günstiger"
Der Wortpreis oft schon. Die Gesamtkosten meist nicht. Ohne Terminologiesteuerung und gute Wiederverwendung wird jede Anleitung übersetzt, als wäre sie neu, Begriffe ändern sich zwischen Versionen, und Ihre Ingenieure verbringen Zeit mit Korrekturen. Das günstigste Angebot für die erste Anleitung ist bei der fünften oft das teuerste.
"Unsere Ingenieure können das prüfen"
Ingenieure sind die Richtigen, um Terminologie freizugeben. Ganze Anleitungen in einer Fremdsprache zu revidieren, gehört selten zu ihren Stärken, und ihre Zeit ist teuer. Besser: Glossar einmal freigeben, neue Termini prüfen, sobald sie auftauchen, und die Revision Satz für Satz qualifizierten Linguisten überlassen.
"Maschinelle Übersetzung reicht für technische Texte"
Für manche Inhalte ist maschinelle Übersetzung mit Post-Editing durch einen qualifizierten Linguisten die richtige Wahl. Ungeprüfte Maschinenausgabe nicht, für nichts, was Kunden, Techniker oder Behörden lesen. Maschinelle Übersetzung klingt flüssig, auch wenn eine Verneinung fehlt oder eine Einheit falsch ist, und genau diesen Fehler kann sich ein Sicherheitshinweis nicht leisten.

Eine kurze Checkliste für den Anbietervergleich
Nutzen Sie sie, wenn Sie zwei oder drei technische Übersetzungsbüros vergleichen. Verlangen Sie Nachweise, kein einfaches Ja:
- Terminologie: freigegebenes mehrsprachiges Glossar, durchgesetzt mit automatischen Prüfungen
- Zahlen und Einheiten: systematische Prüfung jedes Dokuments, freigegeben durch einen Revisor
- Eigentum: Translation Memory und Glossar gehören Ihnen, exportierbar im Standardformat
- Formate: Arbeit in Ihren Originaldateien, auch XML, FrameMaker, InDesign und Software-Strings
- Satz: internes DTP, kein dritter Dienstleister zu koordinieren
- Maschinelle Übersetzung: je Dokumenttyp entschieden, gesteuert durch Glossar und Translation Memory
- Revision: zweiter qualifizierter Linguist bei jedem Dokument, nach ISO 17100 zertifizierter Prozess
- Feedback: Korrekturen der Prüfer aktualisieren Glossar und Translation Memory
- Konformität: kennt die Dokumente für CE-Kennzeichnung und Maschinenverordnung
- Kontinuität: derselbe Projektmanager und dieselben Linguisten für Ihre Produktfamilien
Ein Anbieter, der hier gut abschneidet, kostet über drei Jahre meist weniger als einer, der beim ersten Angebot gewinnt.
Wie DEMA Solutions mit Herstellern arbeitet
Wir übersetzen seit über 20 Jahren technische Dokumentation für Hersteller, mit Teams in Italien, Serbien und Spanien. Unsere technischen Übersetzungen folgen einem nach ISO 17100 zertifizierten Prozess, bei dem ein zweiter qualifizierter Linguist jede Übersetzung revidiert, und umfassen die Dokumente, die eine Maschine begleiten: Betriebs- und Wartungsanleitungen, Installationsanleitungen, Sicherheitsverfahren, Konformitätserklärungen, Ersatzteilkataloge und Oberflächentexte.
Unser Fokus entspricht der Checkliste oben:
- Zuerst Terminologie und Translation Memory. Vor der Übersetzung bauen oder bereinigen wir Glossar und Translation Memory, damit jede Ausgabe mit freigegebener Sprache beginnt.
- Der richtige Weg je Dokument. Fachübersetzer oder gesteuertes Post-Editing, je nach Risiko, Volumen und Verwendung.
- Systematische Prüfungen von Terminologie, Zahlen, Tags und Formatierung, mit Revisoren, die für die Bedeutung verantwortlich sind.
- Ihre Formate, unser Satz. Wir arbeiten in DITA, S1000D, XML, FrameMaker, InDesign und Word, und unser internes DTP-Team setzt die übersetzten Dateien. Haben Sie nur PDFs, machen wir sie bearbeitbar.
- Ihre Assets. Translation Memory, Glossare und Terminologiedatenbanken bleiben Ihr Eigentum, in exportierbaren Formaten.
Speziell für den Maschinenbau: unsere Übersetzungsdienste für die Fertigungsindustrie.
Beispiel: ein Hersteller von Industrieanlagen
Einer unserer Kunden, ein italienischer Hersteller von Industrieanlagen, exportiert den Großteil seiner Produktion. Neue Maschinen sind oft Konfigurationen einer bestehenden Plattform, daher ist ein großer Teil jeder Anleitung bereits für eine frühere Variante übersetzt. Heute läuft seine Dokumentation über einen einzigen gesteuerten Prozess: ein fester Projektmanager, ein Translation Memory, das wiederkehrende Inhalte über Maschinenvarianten erkennt, ein freigegebenes Glossar für Bauteilnamen, dieselben Fachlinguisten für dieselben Produktfamilien und der Satz durch unser DTP-Team. Lesen Sie die Fallstudie.
„Wir arbeiten seit einigen Jahren bei der Übersetzung von Handbüchern mit DEMA zusammen: ein hervorragender Partner, professionell, schnell und effizient. Auch unsere muttersprachlichen Händler haben die Qualität und Genauigkeit der Übersetzungen gelobt.“
Michela R. · FMB S.r.l. · Italien
Wo TUBE ins Spiel kommt
Für Hersteller, die laufend übersetzen, ist TUBE unsere Lösung, um die technische Sprache unter Ihrer Kontrolle zu halten. Ihr Glossar und Ihr Translation Memory steuern die maschinelle Übersetzung, jede freigegebene Übersetzung fließt in ein Translation Memory, das Ihnen gehört, und Leverage-Berichte zeigen, wie viel jeder Ausgabe aus Wiederverwendung stammt.
Häufige Fragen
Es übersetzt Dokumente wie Betriebsanleitungen, technische Spezifikationen, Sicherheitsinformationen, Kataloge und Softwaretexte, mit Fachübersetzern, Terminologiemanagement, Translation Memory und Qualitätsprüfungen, und liefert in der Regel im Originalformat.
Für kleine Volumen in einer Sprache kann ein einzelner Übersetzer genügen. Bei mehreren Sprachen, häufigen Aktualisierungen und Satzarbeiten brauchen Sie einen Prozess, ein gemeinsames Translation Memory und eine unabhängige Revision, die eine Einzelperson kaum leisten kann.
Das hängt vom Anteil neuer Inhalte, von der Wiederverwendung aus dem Translation Memory, von den Dateiformaten und vom Prüfumfang ab. Nur Wortpreise zu vergleichen, führt in die Irre, weil Wiederverwendung und Nacharbeit die tatsächlichen Kosten über mehrere Ausgaben bestimmen.
ISO 17100 legt Anforderungen an den Übersetzungsprozess fest, darunter qualifizierte Übersetzer und die Revision durch einen zweiten Linguisten. Für technische Dokumentation ist das ein sinnvolles Minimum. Fragen Sie trotzdem, wie Terminologie und Zahlen geprüft werden.
Ja, wenn Translation Memory und Glossar Ihnen gehören und exportierbar sind. Fordern Sie beides vor dem Wechsel an, damit der neue Anbieter mit Ihren freigegebenen Inhalten beginnt und nicht bei null.
Bei komplexen Inhalten zählt Fachwissen. In der Praxis tragen ein freigegebenes Glossar, feste Linguisten für Ihre Produktfamilien und ein zweiter qualifizierter Revisor mehr zur Genauigkeit bei als der Hintergrund eines einzelnen Übersetzers.
Ab dem 20. Januar 2027 darf die Betriebsanleitung digital bereitgestellt werden, muss aber in einer vom jeweiligen Mitgliedstaat festgelegten, für die Nutzer leicht verständlichen Sprache vorliegen, und die EU-Konformitätserklärung ist für jeden Markt zu übersetzen.
Vergleichen Sie uns mit Ihrem aktuellen Anbieter
Wenn Sie ein technisches Übersetzungsbüro auswählen oder prüfen, ob Ihr aktueller Anbieter noch passt, senden Sie uns eine Ihrer Anleitungen. Wir zeigen Ihnen, wie wir Terminologie, Formate und Translation Memory handhaben würden und was das für Ihre nächste Ausgabe bedeutet.
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