Vertrag übersetzen lassen: Verträge und AGB für das Auslandsgeschäft richtig übersetzen

Wer einen Vertrag übersetzen lassen will, braucht eine Übersetzung, die in jeder Sprachfassung dieselben Rechte und Pflichten begründet. Eine gute Vertragsübersetzung beginnt mit dem Zweck der Übersetzung und der Sprachklausel, arbeitet mit einheitlicher Rechtsterminologie und endet mit der Prüfung durch einen Juristen. DEMA Solutions übersetzt Verträge für Unternehmen, die auf europäischen Märkten tätig sind.

Person writing on a contract

Für wen dieser Leitfaden gedacht ist

Dieser Leitfaden richtet sich an alle, die einen Vertrag in eine andere Sprache bringen müssen, ohne ein neues rechtliches Risiko zu schaffen: Syndikusanwälte und Rechtsabteilungen, Vertragsmanager, Export- und Vertriebsleiter, die Angebote und AGB ins Ausland schicken, und Einkaufsabteilungen, die Lieferverträge und Ausschreibungsunterlagen in einer Sprache erhalten, die sie nicht sicher beherrschen. Meist in mittelständischen Unternehmen ohne eigene Übersetzungsabteilung, in denen der Auftrag mit bereits feststehendem Unterschriftstermin kommt.

Die folgenden Abschnitte beantworten ihre praktischen Fragen: welche Fassung gilt, ob man maschineller Übersetzung trauen kann, wann eine beglaubigte Übersetzung nötig ist und was ein Dienstleister wissen muss.

Welche Verträge und Dokumente Unternehmen übersetzen

Der internationale Handel erzeugt eine breite Familie rechtlicher Dokumente, und jedes bringt beim Sprachwechsel eigene Risiken mit. Diese landen am häufigsten auf dem Tisch des Übersetzers:

  • Liefer-, Rahmen- und Vertriebsverträge, einschließlich Alleinvertriebs- und Handelsvertreterverträgen, in denen Gebiete, Exklusivität, Mindestabnahmen und Kündigung im Detail verhandelt werden.
  • Geheimhaltungsvereinbarungen (NDAs), oft das erste Dokument mit einem neuen Partner und oft unter Zeitdruck unterschrieben.
  • Allgemeine Verkaufs- und Einkaufsbedingungen, die Angeboten, Auftragsbestätigungen und Bestellungen beiliegen.
  • Gewährleistungs- und Garantiebedingungen sowie Haftungsbeschränkungen, manchmal zusammen mit dem Produkt geliefert.
  • Datenschutzhinweise und Auftragsverarbeitungsverträge nach der DSGVO, für Kunden, Mitarbeitende und Lieferanten.
  • Ausschreibungsunterlagen, sowohl die zu verstehenden als auch die einzureichenden.

In all diesen Texten ist ein „muss“, das zu einem „kann“ wird, oder eine Frist, die von Kalendertagen zu Werktagen wandert, kein Stilfehler. Es ist ein anderer Vertrag.

Zuerst klären: Wozu dient die Übersetzung?

Die wichtigste Frage kommt vor dem ersten übersetzten Wort: Wofür wird die Übersetzung gebraucht? Die Antwort verändert den gesamten Auftrag.

Zur Information. Ein italienischer Kunde schickt Ihnen seine Einkaufsbedingungen, und Ihr Vertriebsleiter muss sie verstehen, bevor er sie akzeptiert. Die Übersetzung ist ein Arbeitsdokument für die interne Prüfung: genau und vollständig, aber nie unterschrieben. Das ist der häufigste Fall, und der, in dem ein gut gesteuerter Prozess am meisten spart.

Zur Unterzeichnung. Der Vertrag existiert in zwei Sprachen, als zweisprachiges Dokument in zwei Spalten oder als zwei getrennte Fassungen, und beide Parteien unterschreiben. Die Übersetzung wird Teil des Vertrags, und jede Abweichung zwischen den Fassungen ist ein möglicher Streitpunkt.

Zur Einreichung oder Veröffentlichung. Das Dokument geht an ein Gericht, ein Schiedsgericht, ein Register, einen Notar oder eine Behörde, die die Form vorgibt und eine beglaubigte Übersetzung verlangen kann. Oder es wird veröffentlicht, etwa als AGB auf der Website oder als Datenschutzhinweis, und von Menschen gelesen, die es nie verhandelt haben. Für AGB und Datenschutzhinweise, die Teil einer mehrsprachigen Website werden, lohnt sich ein Blick auf unseren Leitfaden, wie Sie eine Website professionell übersetzen lassen.

Dem Dienstleister mitzuteilen, welcher Fall vorliegt, ist die wichtigste Zeile jedes Briefings.

Pen handed over to sign a contract

Welche Fassung gilt: die Sprachklausel

Existiert ein Vertrag in mehreren Sprachen, muss jemand festlegen, was bei Abweichungen gilt. Das ist die Aufgabe der Sprachklausel, auch Klausel über die maßgebliche Sprachfassung genannt. Eine typische Formulierung lautet, dass der Vertrag in deutscher und englischer Sprache ausgefertigt ist und im Zweifel die deutsche Fassung maßgeblich ist.

Ohne eine solche Klausel können beide Fassungen als gleichermaßen verbindlich gelten, und ein Gericht oder Schiedsgericht muss sie durch Auslegung nach dem Willen der Parteien in Einklang bringen. Das Unionsrecht funktioniert so: Der Gerichtshof der EU vergleicht die Sprachfassungen, um den Sinn einer Vorschrift zu ermitteln. Bei einem Handelsvertrag bedeuten zwei gleich verbindliche Fassungen vor allem zwei Arten, dieselbe Klausel zu lesen.

Die Sprachklausel verringert das Risiko, beseitigt es aber nicht. Die Partei, die nur die andere Fassung liest, verlässt sich trotzdem darauf, und in mehreren Rechtsordnungen fragen Gerichte, ob eine Partei die akzeptierten Bedingungen vernünftigerweise verstehen konnte. Auch die nicht maßgebliche Fassung verdient daher eine professionelle Übersetzung. Außerdem sollte die Klausel zu Rechtswahl und Gerichtsstand passen, denn ein Vertrag nach deutschem Recht mit englischer Fassung als maßgeblich wird eines Tages von einem deutschen Gericht gelesen, dessen Gerichtssprache nach § 184 GVG Deutsch ist. Und sie sollte klarstellen, ob sie auch für Anlagen und AGB gilt.

Warum Rechtsbegriffe sich nicht eins zu eins übertragen lassen

Viele Vertragsbegriffe bezeichnen Rechtsinstitute, die es in einer Rechtsordnung gibt und in einer anderen nicht genau. Die englische „consideration“ hat im deutschen Vertragsrecht keine Entsprechung. „Indemnify and hold harmless“ ist eine Konstruktion des Common Law, die durch Beschreibung der Pflicht wiedergegeben werden muss, nicht durch eine scheinbar passende Formel. Die deutsche Vertragsstrafe, die italienische „clausola penale“ und die englischen „liquidated damages“ überschneiden sich, sind aber nicht austauschbar, weil die Regeln zur gerichtlichen Herabsetzung abweichen; im deutschen Recht ist zudem der pauschalierte Schadensersatz etwas anderes als die Vertragsstrafe. Auch „grobe Fahrlässigkeit“ oder „Garantie“ haben je nach Rechtsordnung einen anderen Inhalt.

Ein guter juristischer Übersetzer fragt deshalb zuerst, welches Recht den Vertrag regelt und wer die Übersetzung liest. Ein Vertrag nach italienischem Recht, der ins Deutsche übersetzt wird, muss die italienischen Rechtsinstitute getreu wiedergeben, manchmal mit dem Originalbegriff in Klammern; ein Vertrag nach englischem Recht, der zur Information ins Deutsche übersetzt wird, muss englische Begriffe verständlich machen, nicht einen deutschen Vertrag erfinden, den es nicht gibt.

Definierte Begriffe sind ebenso wichtig. „Vertragsprodukte“, „Vertragsgebiet“ oder „vertrauliche Informationen“ werden einmal definiert und kehren hunderte Male wieder: Sie müssen bewusst übersetzt und dann identisch verwendet werden. Ein definierter Begriff mit zwei Übersetzungen ist ein Vertrag, der zwei verschiedene Dinge definiert.

AGB übersetzen: Verkaufs- und Einkaufsbedingungen

AGB werden immer wieder verwendet, meist ohne Verhandlung. Ein Übersetzungsfehler betrifft deshalb nicht ein Geschäft, sondern jedes, das auf diesen Bedingungen beruht. Wer AGB übersetzen lassen will, sollte außerdem wissen, dass das nationale Recht eigene Wirksamkeitsvoraussetzungen setzt.

In Deutschland regeln die §§ 305 bis 310 BGB die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, und nach § 305c Abs. 2 BGB gehen Zweifel bei der Auslegung zulasten des Verwenders. In Italien macht Artikel 1341 des Codice civile allgemeine Bedingungen nur wirksam, wenn die andere Partei sie kannte oder bei gewöhnlicher Sorgfalt hätte kennen müssen, und verlangt für bestimmte belastende Klauseln, etwa Haftungsbeschränkungen, Rücktrittsrechte oder Gerichtsstandsvereinbarungen, eine gesonderte schriftliche Zustimmung: daher die zweite Unterschrift auf italienischen Bestellformularen. In Spanien setzt das Gesetz 7/1998 über allgemeine Geschäftsbedingungen eigene Regeln zu Einbeziehung und Transparenz. Gegenüber Verbrauchern verlangt die Richtlinie 93/13/EWG zudem, dass schriftliche Klauseln klar und verständlich abgefasst sind und Zweifel zugunsten des Verbrauchers ausgelegt werden.

AGB übersetzen ist daher keine mechanische Aufgabe. Eine Klausel, die in Italien auf der Doppelunterschrift beruht, muss für den deutschen Markt unter Umständen von einem Juristen angepasst werden, und eine unklare Übersetzung ist nicht neutral: Sie wird in mehreren Rechtsordnungen gegen Sie ausgelegt. Der sinnvolle Ablauf ist: übersetzen, die Wirksamkeit von einem Juristen im Zielmarkt prüfen lassen und den freigegebenen Text im Translation Memory festschreiben, damit jede Aktualisierung davon ausgeht.

Datenschutzhinweise, DSGVO-Dokumente und Ausschreibungsunterlagen

Artikel 12 der Datenschutz-Grundverordnung, Verordnung (EU) 2016/679, verlangt Informationen an betroffene Personen in präziser, transparenter, verständlicher und leicht zugänglicher Form in einer klaren und einfachen Sprache. Sprachen nennt die Verordnung nicht, doch die Leitlinien der europäischen Datenschutzbehörden zur Transparenz erwarten Übersetzungen in die Sprachen der angesprochenen Personen: Ein Datenschutzhinweis für spanische Kunden nur auf Deutsch dürfte kaum genügen. Auftragsverarbeitungsverträge mit Dienstleistern sind Verträge und folgen denselben Regeln.

Ausschreibungsunterlagen wirken in zwei Richtungen. Leistungsbeschreibung, Zuschlagskriterien und Vertragsentwurf müssen Sie vollständig verstehen, denn ein Missverständnis kann zum Ausschluss führen oder Sie an Bedingungen binden, die Sie nicht kalkuliert haben. Und Sie müssen Unterlagen in der Sprache und Form einreichen, die die Ausschreibung vorgibt. Fristen sind fest, also planen Sie die Übersetzung rückwärts vom Abgabetermin, mit Zeit für die Prüfung.

Braucht ein Vertrag eine beglaubigte Übersetzung?

Viel seltener, als viele meinen. Eine beglaubigte Übersetzung trägt eine förmliche Bestätigung der Richtigkeit nach den Regeln eines bestimmten Landes. Sie ist nötig, wenn ein Gericht oder eine Behörde sie verlangt, nicht weil das Dokument ein Vertrag ist.

Die Verfahren unterscheiden sich. In Deutschland bestätigen Übersetzer, die von den Gerichten eines Bundeslandes allgemein beeidigt oder ermächtigt sind, die Richtigkeit für Gerichte und Behörden. In Italien beschwört der Übersetzer die Übersetzung vor einem Gerichtsbeamten oder Notar (die asseverazione). In Spanien werden vereidigte Übersetzer vom Außenministerium ernannt. Eine nach einem System beglaubigte Übersetzung wird in einem anderen nicht automatisch anerkannt.

Bei Verträgen sind die typischen Anlässe ein Prozess oder Schiedsverfahren in einer anderen Sprache, die Vorlage bei einem Register oder Notar, etwa als Anlage zu einer gesellschaftsrechtlichen Urkunde, und einzelne behördliche Verfahren. Für das Verhandeln, Unterzeichnen oder Verwalten eines Vertrags zwischen Unternehmen kostet eine beglaubigte Übersetzung Zeit und Geld, ohne rechtlich etwas hinzuzufügen. Fragen Sie vor der Bestellung die empfangende Stelle oder Ihren Anwalt, welche Form akzeptiert wird. Geht es um Gesellschaftsunterlagen für Italien, erklärt unser Beitrag zur beglaubigten Übersetzung von Handelsregisterauszügen, welche Form Notare und Register dort üblicherweise erwarten.

Maschinelle Übersetzung und KI bei Verträgen: was schiefgehen kann

Werkzeuge wie DeepL und ChatGPT übersetzen Verträge flüssig, und genau das ist das Problem: Der Text liest sich wie ein echter Vertrag, die Fehler sieht man kaum. Typisch sind eine verlorene Verneinung, vertauschte Pflicht und Möglichkeit, ein definierter Begriff in drei Varianten, ein falscher Querverweis, veränderte Fristen und ein Rechtsinstitut, das durch eine Beinahe-Entsprechung aus einer anderen Rechtsordnung ersetzt wird. Sprachmodelle glätten außerdem gewollte Mehrdeutigkeit oder fügen Wörter hinzu, die nie vereinbart wurden.

Vertraulichkeit ist das zweite Risiko. Kostenlose Versionen von Online-Übersetzungs- und KI-Diensten können eingegebene Texte je nach Nutzungsbedingungen speichern oder weiterverwenden, und ein hineinkopierter Vertragsentwurf kann genau das NDA verletzen, das Sie gerade übersetzen. Maschinelle Übersetzung gehört nur in Umgebungen, deren Datenverarbeitung Ihr Unternehmen freigegeben hat.

Ihren Platz hat sie trotzdem. Für große Mengen weniger kritischer Inhalte, etwa Due-Diligence-Datenräume, Korrespondenz oder eine erste Sichtung umfangreicher ausländischer Ausschreibungen, kann maschinelle Übersetzung mit professionellem Post-Editing sinnvoll sein, sofern ein qualifizierter juristischer Post-Editor verantwortlich ist und mit Ihrer freigegebenen Terminologie arbeitet. Alles, was unterschrieben, als AGB veröffentlicht oder eingereicht wird, braucht eine Humanübersetzung durch einen juristischen Fachübersetzer und die Revision durch einen zweiten Linguisten. Wie sich leichtes und vollständiges Post-Editing maschineller Übersetzung unterscheiden und wann eine Humanübersetzung die bessere Wahl bleibt, erläutert ein eigener Beitrag.

Einheitlichkeit: juristisches Glossar und Translation Memory

Unternehmen übersetzen dasselbe NDA für jeden Partner und dieselben AGB nach jeder rechtlichen Aktualisierung: Die Einheitlichkeit über all diese Texte macht die Übersetzungen belastbar.

Ein juristisches Glossar hält fest, wie Ihre Schlüssel- und definierten Begriffe in jeder Sprache übersetzt werden, einmal von Ihrer Rechtsabteilung freigegeben. Wie man ein solches Glossar aufbaut und lebendig hält, zeigt unser Beitrag zum zentralen Terminologiemanagement über Übersetzer und Dienstleister hinweg, und die Arbeit selbst ist Teil unseres Terminologiemanagements als Leistung.

Ein Translation Memory speichert jeden freigegebenen Satz mit seiner Übersetzung. Ändern sich zwei Klauseln Ihrer AGB, werden nur diese übersetzt, und der Rest kommt genau so zurück, wie er freigegeben wurde: günstiger und sicherer als eine Neuübersetzung. Zweisprachige Verträge aus früheren Jahren lassen sich durch das Alignment vorhandener Übersetzungen in ein Memory überführen. Das Memory sollte Ihnen gehören, in einem portablen Format, damit es Sie bei einem Dienstleisterwechsel begleitet.

Vertraulichkeit und die Prüfung durch Juristen

Fragen Sie jeden Dienstleister, wer auf Ihre Dateien zugreifen kann, wo sie gespeichert werden, ob die Übersetzer schriftlich zur Vertraulichkeit verpflichtet sind und wie lange Dateien aufbewahrt werden. Bei Unternehmenskäufen und Streitigkeiten ist ein namentlich festgelegtes, kleines Team eine berechtigte Forderung. Entfernen Sie vor dem Versand personenbezogene Daten, die der Übersetzer nicht braucht.

Ein professioneller Prozess umfasst die Revision durch einen zweiten qualifizierten Linguisten, der Übersetzung und Ausgangstext Satz für Satz vergleicht. Das ersetzt keinen Juristen, der eine andere Frage beantwortet: Funktioniert der übersetzte Vertrag nach dem anwendbaren Recht, und sagt er, was das Unternehmen meint? Ein im Zielland zugelassener Anwalt erkennt die Klausel, die korrekt übersetzt, dort aber unwirksam ist. Effizient ist eine Arbeitsteilung: Der Dienstleister liefert eine revidierte Übersetzung mit markierten Rückfragen, der Jurist prüft die Rechtswirkung, und seine Anmerkungen fließen in Glossar und Memory zurück. Für Kanzleien und Rechtsabteilungen mit vielen Mandaten beschreibt unsere Seite zu Übersetzungsdiensten für die Rechtsbranche, wie diese Zusammenarbeit üblicherweise abläuft.

Vertrag übersetzen lassen: Schritt für Schritt

Dieser Ablauf deckt die meisten Fälle ab. Legen Sie zuerst Zweck und Endform fest: Information, Unterzeichnung, Einreichung oder Veröffentlichung, zweisprachiges Dokument oder getrennte Fassung. Prüfen Sie, ob der Ausgangstext final ist; ein Entwurf, der noch verhandelt wird, sollte in mehreren Runden mit Änderungsverfolgung in beiden Sprachen geplant werden, nicht als ein immer wieder neu bestellter Auftrag.

Sammeln Sie dann frühere Übersetzungen ähnlicher Verträge, Ihr Glossar und die definierten Begriffe, und benennen Sie, wer Rückfragen des Übersetzers beantwortet, denn ein guter juristischer Übersetzer fragt nach, wenn das Original mehrdeutig ist.

Während der Übersetzung werden definierte Begriffe, Querverweise, Namen, Daten, Beträge und Fristen systematisch geprüft, nicht nur mit dem Auge. Ein zweiter Linguist revidiert, Ihr Jurist prüft die Rechtswirkung, und die Korrekturen gehen in Glossar und Memory ein. Zuletzt wird das Dokument wie das Original gesetzt, was bei zweispaltigen Verträgen und auf Bestellformularen gedruckten AGB wichtig ist und Aufgabe von mehrsprachigem Desktop Publishing ist.

Was kostet eine Vertragsübersetzung?

Die Kosten hängen von wenigen Faktoren ab: dem Umfang, meist in Wörtern des Ausgangstexts; der Sprachkombination, weil qualifizierte juristische Übersetzer in manchen Paaren seltener sind; Fachgebiet und Risiko, die die Qualifikation von Übersetzer und Revisor bestimmen; und der Dringlichkeit, die teurer wird, wenn die Arbeit auf mehrere Linguisten verteilt werden muss, was zugleich die Einheitlichkeit erschwert. Gescannte PDFs müssen vor der Übersetzung aufbereitet werden, zweisprachige Layouts brauchen eventuell DTP, und eine beglaubigte Übersetzung bringt, wo nötig, das förmliche Verfahren des jeweiligen Landes mit sich.

Am meisten unterschätzt wird die Wiederverwendung. Ändern sich Ihre AGB jedes Jahr oder geht dieselbe NDA-Vorlage an viele Partner, bezahlen Sie mit einem Translation Memory im Wesentlichen nur das Neue. Prüfen Sie beim Vergleich von Angeboten, was enthalten ist: Ein niedriger Preis ohne Revision, Terminologiearbeit oder Layout taucht meist als Prüfaufwand bei Ihnen wieder auf.

Briefing: was Sie mitschicken und was Sie fragen sollten

Ein gutes Briefing macht das Angebot genau und die Übersetzung verwendbar. Schicken Sie diese Punkte mit jeder Anfrage:

  • den Zweck (Information, Unterzeichnung, Einreichung oder Veröffentlichung) und die Endform (zweisprachig oder getrennte Fassung);
  • anwendbares Recht, Gerichtsstand und, falls vorhanden, die Sprachklausel;
  • ob der Text final ist oder sich in der Verhandlung noch ändert;
  • Ihr Glossar, die definierten Begriffe und frühere Übersetzungen ähnlicher Dokumente;
  • den Termin, einschließlich Zeit für die juristische Prüfung;
  • wer Rückfragen beantwortet, und Ihre Anforderungen an die Vertraulichkeit.

Fragen Sie im Gegenzug, wie juristische Übersetzer ausgewählt werden, wer ihre Arbeit revidiert, wie definierte Begriffe geprüft werden, ob Sie Ihr Memory exportieren können und wann maschinelle Übersetzung eingesetzt wird. Unser Leitfaden zur Qualitätssicherung bei Übersetzungen vor der Wahl eines Dienstleisters vertieft jede dieser Fragen.

Wie DEMA Solutions Verträge übersetzt

Unsere juristischen und beeidigten Übersetzungen beginnen mit der Klärung, wie das Dokument verwendet wird: Zielland, empfangende Stelle, Dokumentart und ob eine einfache, beeidigte, beglaubigte oder legalisierte Bearbeitung nötig ist. Juristische Dokumente bearbeiten Linguisten mit Fachwissen im Rechtsbereich, nicht ein allgemeiner Übersetzerpool, und definierte Begriffe, Klauselverweise, Namen, Daten und Querverweise werden auf Einheitlichkeit geprüft.

Der Prozess ist nach ISO 17100 zertifiziert, und ein zweiter qualifizierter Linguist revidiert jede Übersetzung, wie auf unserer Seite zu unserer Qualität beschrieben. Sensible Dateien werden mit klar definierten Kontrollen für Vertraulichkeit und Datenverarbeitung verwaltet, und wiederkehrende Klauseln und freigegebene Formulierungen bleiben in einem Glossar und Memory, die Ihnen gehören, in portablen Formaten. Unser internes DTP-Team setzt zweisprachige Layouts, und eine unabhängige Revision vorhandener Übersetzungen steht bereit, wenn ein Vertrag intern oder von einem anderen Dienstleister übersetzt wurde und vor der Unterschrift geprüft werden soll. Beeidigte Übersetzungen bieten wir vor allem für italienische Dokumente an; sie werden zu Beginn nur dann eingeplant, wenn die empfangende Stelle sie verlangt. Unsere Teams arbeiten in Italien, Serbien und Spanien.

Wo TUBE ins Spiel kommt

Für Unternehmen, die dieselben Vertragsvorlagen, AGB und Datenschutzhinweise immer wieder übersetzen, hält die Lösung TUBE diese Sprache unter Ihrer Kontrolle. Ihr Glossar und Ihr Translation Memory steuern die maschinelle Übersetzung, jede freigegebene Übersetzung fließt in ein Memory, das Ihnen gehört und das Sie exportieren können, und das Leverage-Reporting zeigt, welcher Anteil jeder Aktualisierung aus bereits freigegebenen Formulierungen stammt.

Häufige Fragen

Die Übersetzung von Verträgen und zugehörigen Rechtsdokumenten wie AGB, NDAs und Datenschutzhinweisen, sodass jede Sprachfassung dieselben Rechte und Pflichten ausdrückt. Sie erfordert Rechtsterminologie, Kenntnis der Unterschiede zwischen Rechtsordnungen und eine systematische Prüfung von definierten Begriffen, Zahlen und Querverweisen.

Die in der Sprachklausel genannte. Ohne Klausel können beide Fassungen als gleich verbindlich gelten, und Abweichungen müssen durch Auslegung gelöst werden. Auch mit Klausel sollte die andere Fassung professionell übersetzt und geprüft werden, weil sich die Gegenseite darauf verlässt.

Meistens nicht. Eine beglaubigte Übersetzung ist nötig, wenn ein Gericht, Register, Notar oder eine Behörde sie verlangt, in der Form des Landes, in dem das Dokument vorgelegt wird. Für Verhandlung, Unterzeichnung oder internen Gebrauch zwischen Unternehmen genügt in der Regel eine professionelle juristische Übersetzung mit Revision.

Um den groben Inhalt eines unkritischen Dokuments zu erfassen, unter Umständen, wenn Ihre Datenschutzregeln es erlauben. Alles, was unterschrieben, veröffentlicht oder eingereicht wird, braucht ein vollständiges Post-Editing durch einen juristischen Übersetzer und eine zweite Prüfung, weil vertauschte Pflichten oder uneinheitliche Begriffe in flüssigem Text schwer zu erkennen sind.

Das hängt vom anwendbaren Recht ab und davon, ob der Kunde Unternehmer oder Verbraucher ist. Mehrere Rechtsordnungen prüfen, ob die andere Partei die Bedingungen vernünftigerweise kennen und verstehen konnte, und das Verbraucherrecht verlangt klare, verständliche Sprache. AGB in die Sprache des Kunden übersetzen zu lassen und die Wirksamkeit von einem Juristen vor Ort prüfen zu lassen, ist der sicherere Weg.

Bei Verträgen, die unterschrieben oder eingereicht werden, ja. Übersetzer und Revisor prüfen Genauigkeit und Einheitlichkeit; ein in der betreffenden Rechtsordnung zugelassener Anwalt prüft, ob die übersetzten Klauseln nach dem anwendbaren Recht die gewollte Wirkung haben.

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