Übersetzungsbüro Italienisch für technische Dokumentation: worauf Sie achten sollten

Wer ein Übersetzungsbüro Italienisch für technische Dokumentation sucht, sollte auf vier Dinge achten: Fachlinguisten, die direkt zwischen Italienisch und Deutsch und in ihre Muttersprache übersetzen, eine freigegebene zweisprachige Terminologie, eine Revision jeder Übersetzung durch einen zweiten qualifizierten Linguisten nach ISO 17100 und Translation Memorys, die Ihnen gehören. DEMA Solutions übersetzt mit Teams in Italien, Serbien und Spanien technische Dokumentation für Hersteller in beiden Sprachrichtungen.

Engineer operating a CNC machine in a factory

Für wen dieser Leitfaden ist

Dieser Beitrag richtet sich an Unternehmen im deutschsprachigen Raum, für die Italienisch keine Nebensprache ist. Typisch sind drei Situationen. Sie kaufen Maschinen, Anlagen oder Komponenten bei italienischen Lieferanten und erhalten Betriebsanleitungen, Ersatzteilkataloge und Schaltpläne, die zuerst auf Italienisch entstanden sind. Sie betreiben ein Werk oder eine Tochtergesellschaft in Italien, und Arbeitsanweisungen, Wartungspläne und Schulungsunterlagen müssen in beide Richtungen fließen. Oder Sie verkaufen selbst nach Italien und brauchen italienische Fassungen Ihrer Dokumentation, die ein italienischer Instandhalter ohne Rückfrage versteht.

Angesprochen sind Leiter der technischen Redaktion, Einkäufer, die Dokumentation als Teil der Lieferung verhandeln, und Qualitäts- oder Betriebsverantwortliche, die am Ende mit dem Ergebnis arbeiten müssen. Die Fragen sind in allen drei Fällen ähnlich: Was unterscheidet eine gute technische Übersetzung Italienisch-Deutsch von einer, die nur sprachlich korrekt ist? Welche Fehler kosten später Zeit oder Sicherheit? Und woran erkennen Sie vor der Beauftragung, ob ein Anbieter das leisten kann?

Warum Italienisch und Deutsch in der Technik ein eigenes Sprachpaar sind

Italien und der deutschsprachige Raum sind industriell eng verflochten. Verpackungsmaschinen, Hydraulikkomponenten, Werkzeugmaschinen, Kälte- und Klimatechnik oder Fördertechnik aus Emilia-Romagna, Venetien und der Lombardei stehen in deutschen, österreichischen und Schweizer Werken, und umgekehrt beliefern Hersteller aus dem DACH-Raum italienische Kunden mit Antriebs-, Automatisierungs- und Messtechnik. Entsprechend viel technische Dokumentation wandert zwischen beiden Sprachen hin und her.

Trotzdem wird dieses Sprachpaar oft behandelt, als sei es ein Nebenprodukt des Englischen. Viele Anbieter übersetzen Italienisch zuerst ins Englische und dann ins Deutsche, weil sie für die direkte Kombination keine geeigneten Fachlinguisten haben. Jede Zwischenstufe ist eine zusätzliche Interpretation. Ein italienischer Begriff, der im Englischen zu einem allgemeinen Wort wird, kommt im Deutschen selten wieder als der präzise Fachbegriff an, den Ihr Instandhalter kennt. Fragen Sie deshalb immer, ob direkt übersetzt wird.

Hinzu kommt ein Unterschied in der Schreibkultur. Italienische technische Texte sind häufig ausführlicher, wiederholen Sachverhalte und arbeiten mit längeren Satzgefügen. Deutsche technische Redaktion bevorzugt knappe Handlungsanweisungen, einheitliche Satzmuster und eine strikte Trennung zwischen Handlung, Ergebnis und Warnung. Eine Übersetzung, die den italienischen Satzbau beibehält, ist nicht falsch, aber sie liest sich für einen deutschen Techniker umständlich und lässt manchmal offen, was genau zu tun ist. Gute Fachübersetzer übertragen deshalb nicht nur Wörter, sondern auch die Konventionen der Zielsprache.

Technische Übersetzung oder beglaubigte Übersetzung?

Wer nach einem Übersetzungsbüro Italienisch Deutsch sucht, findet vor allem Angebote für beglaubigte Übersetzungen: Urkunden, Zeugnisse, Handelsregisterauszüge oder Gerichtsdokumente, die ein ermächtigter oder beeidigter Übersetzer mit Bestätigungsvermerk versieht. Das ist eine eigene Disziplin mit eigenen Anforderungen, und für Betriebsanleitungen, Kataloge oder Software-Oberflächen ist sie in der Regel nicht gefragt. Für Fälle wie die beglaubigte Übersetzung eines Handelsregisterauszugs gelten eigene Formvorschriften, die wir in einem separaten Beitrag erklären.

Technische Dokumentation braucht etwas anderes: Fachwissen über Maschinen und Prozesse, sichere Terminologie über Tausende Seiten hinweg, Arbeit in Redaktions- und Layoutformaten und einen Prozess, der Updates effizient verarbeitet. Eine Beglaubigung sagt nichts darüber aus, ob ein Übersetzer den Unterschied zwischen einem Druckschalter und einem Drucksensor kennt. Wenn Sie beides brauchen, etwa eine beglaubigte Übersetzung eines Vertrags und die Übersetzung der zugehörigen technischen Unterlagen, behandeln Sie es als zwei getrennte Anforderungen und prüfen Sie den Anbieter für jede einzeln.

Close-up of industrial gears and mechanical parts

Was das Produktrecht von der Sprachfassung verlangt

Für Maschinen gilt in der EU heute noch die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG; ab dem 20. Januar 2027 wird sie durch die Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 ersetzt. Beide verlangen, dass die Betriebsanleitung in einer Sprache vorliegt, die die Verwender leicht verstehen und die der Mitgliedstaat festlegt, in dem die Maschine in Verkehr gebracht oder bereitgestellt wird. Für Deutschland und Österreich heißt das in der Praxis: Deutsch. Für Italien: Italienisch. Die Verordnung erlaubt die Betriebsanleitung künftig auch in digitaler Form, der Hersteller muss sie aber auf Verlangen des Verwenders zum Zeitpunkt des Kaufs kostenlos in Papierform bereitstellen. Auch die EU-Konformitätserklärung muss in die Sprache übersetzt werden, die der jeweilige Mitgliedstaat verlangt. Was sich mit der neuen Verordnung im Detail ändert, beschreiben wir im Beitrag zur Maschinenverordnung 2023/1230 und der Übersetzung der Dokumentation.

Die Pflicht liegt beim Hersteller. Wenn Sie als deutscher Betreiber eine Maschine aus Italien kaufen, muss Ihr Lieferant die deutsche Betriebsanleitung liefern. In der Praxis landet das Thema trotzdem oft bei Ihnen: weil die deutsche Fassung fehlt, unvollständig ist oder so übersetzt wurde, dass Ihre Instandhaltung damit nicht arbeiten kann. Dazu kommt, dass Sie als Arbeitgeber auf Basis der Herstellerunterlagen eigene Betriebsanweisungen und Unterweisungen erstellen. Die Betriebsanleitung des Herstellers und Ihre Betriebsanweisung sind zwei verschiedene Dokumente, aber eine schwache Übersetzung der ersten macht die zweite schwierig.

Die Schweiz ist kein EU-Mitgliedstaat und hat eigene Vorschriften, die für Maschinen eng an das EU-Recht angelehnt sind. Weil die Schweiz mehrere Amtssprachen hat, reicht Deutsch dort nicht immer aus; klären Sie die geforderten Sprachen mit Ihrem Importeur oder Ihrer Rechtsabteilung. Für die allgemeinen Regeln zu Anleitungen im EU-Produktrecht gibt unser Leitfaden zum Übersetzen von Bedienungsanleitungen einen Überblick.

Ein praktischer Rat für den Einkauf: Legen Sie Sprache, Umfang und Format der Dokumentation im Vertrag fest und machen Sie die deutsche Fassung zum Bestandteil der Abnahme. Wer erst nach der Inbetriebnahme feststellt, dass Teile der Anleitung, das Bedienpanel oder der Ersatzteilkatalog nur auf Italienisch vorliegen, verhandelt aus einer schwachen Position. Soll der Liefervertrag selbst zweisprachig aufgesetzt werden, hilft unser Leitfaden, Verträge rechtssicher übersetzen zu lassen, bei der Frage, welche Fassung gilt.

Terminologie: wo Übersetzungen zwischen Italienisch und Deutsch kippen

Die meisten Probleme in technischen Übersetzungen sind keine Grammatikfehler, sondern Terminologiefehler. Ein Begriff wird im Handbuch anders übersetzt als im Ersatzteilkatalog, oder ein italienisches Wort mit mehreren Bedeutungen landet im Deutschen bei der falschen. Einige Beispiele aus dem Maschinenbau zeigen, wo die Fallen liegen:

  • Arresto di emergenza: Im Deutschen ist das in der Regel der Not-Halt. Not-Aus bezeichnet dagegen das Ausschalten im Notfall, also das Trennen der Energie. Wer beides vermischt, beschreibt im Zweifel eine andere Sicherheitsfunktion als die, die die Maschine hat.
  • Quadro elettrico: je nach Kontext Schaltschrank, Schaltkasten oder Bedientafel. Die wörtliche Übersetzung „elektrische Tafel“ findet man leider in echten Anleitungen.
  • Collaudo: je nach Phase Abnahme, Prüfung oder Endprüfung. Ob die Abnahme beim Hersteller oder beim Kunden gemeint ist, entscheidet über die richtige Wahl.
  • Manutenzione ordinaria und straordinaria: planmäßige Wartung und außerplanmäßige Instandsetzung, nicht „gewöhnliche“ und „außergewöhnliche“ Wartung.
  • Personale qualificato: Im deutschen Kontext steht dahinter oft eine konkrete Qualifikation wie die Elektrofachkraft. Ein allgemeines „qualifiziertes Personal“ ist schwächer als das, was der Ausgangstext vielleicht meint.
  • Taratura: Kalibrierung, Justierung oder Einstellung, drei Tätigkeiten mit unterschiedlicher Bedeutung für Ihr Qualitätsmanagement.

Solche Entscheidungen sollten einmal getroffen und dann überall gleich umgesetzt werden: in der Betriebsanleitung, auf dem Bedienpanel, im Ersatzteilkatalog und in den Schulungsunterlagen. Das gelingt nur mit einem zweisprachigen Glossar, das Ihre Fachleute freigeben und das jeder Übersetzer verwendet. Wie Sie es aufbauen und über mehrere Dienstleister hinweg pflegen, zeigt unser Beitrag über zentrales Terminologiemanagement.

Besonders heikel wird es bei Firmen- oder Werksjargon. Italienische Hersteller verwenden für Baugruppen oft interne Namen, die in keinem Wörterbuch stehen, und auch deutsche Werke haben ihre eigenen Bezeichnungen. Ein guter Übersetzer fragt nach, statt zu raten, und dokumentiert die Antwort im Glossar, damit die Frage nicht bei jedem Update neu gestellt wird.

Einheiten, Normen und Warnhinweise

Auf den ersten Blick ist das Sprachpaar dankbar: Beide Sprachen verwenden das Dezimalkomma und den Punkt als Tausendertrennzeichen, beide arbeiten metrisch. Die Fehler entstehen dort, wo Texte über das Englische laufen oder aus Konstruktionsdaten kommen. Dann tauchen plötzlich Dezimalpunkte auf, Drehmomente in einer anderen Schreibweise oder Toleranzen, deren Vorzeichen beim Umformatieren verloren gegangen ist. Zahlenwerte, Einheiten und Toleranzen gehören deshalb zu den Elementen, die ein guter Prozess systematisch gegen den Ausgangstext prüft, unabhängig vom Stil.

Normverweise sind ein zweiter Prüfpunkt. Eine harmonisierte Norm erscheint in Italien als UNI EN ISO, in Deutschland als DIN EN ISO, in Österreich als ÖNORM EN ISO und in der Schweiz als SN EN ISO. Ob Ihre Dokumentation die nationale oder die europäische Bezeichnung verwendet, ist eine redaktionelle Entscheidung; wichtig ist, dass Nummer und Ausgabestand unverändert bleiben und dass innerhalb eines Dokuments eine Schreibweise gilt.

Warnhinweise schließlich folgen in beiden Sprachen einer festen Struktur aus Signalwort, Art und Quelle der Gefahr, Folgen und Maßnahmen zur Vermeidung. Die üblichen Signalwörter GEFAHR, WARNUNG und VORSICHT entsprechen im Italienischen PERICOLO, AVVERTENZA und ATTENZIONE. Wer hier frei übersetzt, verschiebt die Gefahrenstufe. Die Normen für Gebrauchsinformationen, insbesondere IEC/IEEE 82079-1 und für Maschinen EN ISO 20607, beschreiben diese Anforderungen; Ihr Übersetzer sollte sie kennen und die Struktur der Warnhinweise im Zieltext erhalten.

Zur Ansprache: Deutsche Betriebsanleitungen sprechen den Leser mit „Sie“ an oder verwenden den Infinitiv in Handlungsschritten („Schutzhaube öffnen.“). Italienische Texte arbeiten häufig mit unpersönlichen Konstruktionen oder dem Infinitiv. Beides ist zulässig, aber es sollte festgelegt und einheitlich umgesetzt werden, idealerweise in einem kurzen Styleguide für das Sprachpaar.

Formate, Software-Oberflächen und Layout

Technische Dokumentation kommt selten als einfache Word-Datei. Italienische Hersteller arbeiten oft mit InDesign für Kataloge und Anleitungen, mit FrameMaker oder XML-basierten Redaktionssystemen für umfangreiche Handbücher und mit Tabellen oder Ressourcendateien für die Texte auf dem Bedienpanel. Ein Anbieter sollte in diesen Formaten arbeiten und die Dateien so zurückgeben, dass Ihre Redaktion oder die Ihres Lieferanten ohne Nacharbeit weitermachen kann.

Deutsch stellt dabei eigene Anforderungen. Zusammengesetzte Substantive wie „Druckluftwartungseinheit“ oder „Sicherheitslichtschrankenquittierung“ passen schlecht in feste Felder auf einem Bedienpanel, und Tabellen in Ersatzteilkatalogen brechen um, wenn der deutsche Text länger wird als der italienische. Für Software-Oberflächen sollten Sie dem Übersetzer die zulässige Zeichenzahl pro Feld mitgeben und abgestimmte Abkürzungen im Glossar festlegen. Für gedruckte Dokumente gehört die Kontrolle des Layouts in jeder Sprache zum Auftrag, also das, was mehrsprachiges DTP leistet: Text in den Originaldateien einfließen lassen, Umbrüche korrigieren, Grafiken mit Beschriftungen anpassen.

Ein unterschätzter Punkt sind PDFs. Viele Lieferanten liefern Dokumentation nur als PDF, ohne die Quelldateien. Dann muss der Text zuerst wieder in ein bearbeitbares Format gebracht werden, bevor er sinnvoll übersetzt werden kann. Fragen Sie bei der Bestellung einer Maschine deshalb nach den offenen Dateien, und fragen Sie bei einem Übersetzungsanbieter, ob er aus PDFs wieder bearbeitbare Dokumente erstellen kann.

Der Prozess: Übersetzung, Revision und fachliche Freigabe

ISO 17100 ist die internationale Norm für Übersetzungsdienstleistungen. Sie verlangt unter anderem, dass jede Übersetzung von einer zweiten qualifizierten Person, dem Revisor, mit dem Ausgangstext verglichen wird. Für technische Dokumentation ist das der wichtigste einzelne Qualitätsbaustein, weil ein zweiter Fachlinguist genau die Fehler findet, die dem Übersetzer selbst nicht mehr auffallen: eine verwechselte Einheit, eine fehlende Verneinung, einen Warnhinweis mit falscher Gefahrenstufe. Welche Fragen Sie einem Anbieter dazu stellen sollten, zeigt unser Beitrag zur Qualitätssicherung bei Übersetzungen.

Ebenso wichtig ist die Muttersprache. Eine deutsche Betriebsanleitung sollte von jemandem geschrieben werden, der Deutsch als Muttersprache spricht und technische Texte auf Deutsch gewohnt ist; eine italienische von jemandem, für den das für Italienisch gilt. Ein Italiener mit sehr gutem Deutsch schreibt verständliche Sätze, aber selten die idiomatischen, knappen Formulierungen, die ein deutscher Techniker erwartet.

Die fachliche Freigabe durch Ihr Haus bleibt trotzdem sinnvoll, aber sie sollte gezielt stattfinden. Wenn Ihre Konstrukteure oder Ihr italienisches Werk jedes Dokument Satz für Satz gegenlesen, wird die Übersetzung zum Engpass. Besser ist es, die Terminologie einmal freizugeben und danach nur noch Stichproben oder sicherheitsrelevante Abschnitte prüfen zu lassen.

Maschinelle Übersetzung kann bei großen, wiederholungsreichen Textmengen helfen, etwa bei internen Wartungsberichten oder Servicedokumentation, vor allem wenn sie auf Ihrem Glossar und Ihrem Translation Memory läuft. Für Betriebsanleitungen, Warnhinweise und Texte auf dem Bedienpanel ist ein vollständiges Post-Editing durch einen Fachlinguisten mit anschließender Revision der sichere Weg.

Translation Memory und Glossar gehören Ihnen

Jede freigegebene Übersetzung ist ein Wert. Ein Translation Memory speichert Ausgangs- und Zielsätze, sodass ein unveränderter Absatz beim nächsten Update nicht neu übersetzt und neu bezahlt werden muss, und ein Glossar hält die Terminologie fest. Beides sollte Ihnen gehören, nicht dem Anbieter, und in portablen Standardformaten wie TMX für Translation Memorys und TBX für Terminologie vorliegen. Nur dann können Sie den Anbieter wechseln, ohne bei null anzufangen.

Das gilt besonders, wenn Dokumentation heute auf mehrere Quellen verteilt ist: Übersetzungen, die Ihr italienischer Lieferant beauftragt hat, Übersetzungen Ihrer eigenen Redaktion, ältere Dateien aus früheren Projekten. Liegen Ausgangs- und Zieldokumente vor, lassen sie sich per Translation-Memory-Alignment zu einem gemeinsamen Speicher zusammenführen. Arbeiten Sie dauerhaft mit mehreren Dienstleistern, lohnt sich ein Blick auf unseren Beitrag zum Übersetzungsmanagement mit mehreren Anbietern.

Eine Einschränkung gilt auch hier: Wiederverwendeter Text ist nicht automatisch richtiger Text. Wenn sich eine Baugruppe geändert hat, passt der alte Satz vielleicht noch sprachlich, aber nicht mehr technisch. In sicherheitsrelevanten Projekten sollte deshalb auch Text aus dem Speicher noch einmal geprüft werden.

Worauf Sie bei einem Übersetzungsbüro Italienisch achten sollten

Aus den bisherigen Abschnitten ergibt sich eine kurze Liste von Fragen, die Sie jedem Anbieter vor der Beauftragung stellen können. Die Antworten zeigen schnell, ob jemand technische Dokumentation versteht oder nur Sprachen anbietet.

  • Wird direkt zwischen Italienisch und Deutsch übersetzt oder über das Englische?
  • Übersetzen Muttersprachler der Zielsprache mit Erfahrung in Ihrem Fachgebiet, etwa Maschinenbau, Hydraulik oder Elektrotechnik?
  • Wird jede Übersetzung von einem zweiten qualifizierten Linguisten revidiert, und ist der Prozess nach ISO 17100 zertifiziert?
  • Wer besitzt Translation Memory und Glossar, und erhalten Sie beide in TMX und TBX?
  • Kann der Anbieter in Ihren Formaten arbeiten, von InDesign und FrameMaker bis XML und Ressourcendateien für Software, und liefert er druckfertige Dateien zurück?
  • Wie werden Zahlen, Einheiten, Normverweise und Warnhinweise geprüft, und was passiert mit wiederverwendetem Text?
  • Wie transparent sind Angebote, also: Sehen Sie, welcher Anteil eines Updates aus bereits freigegebenem Text stammt?

Eine ausführlichere Fassung dieser Prüfliste, unabhängig vom Sprachpaar, finden Sie in unserem Leitfaden, wie Sie ein technisches Übersetzungsbüro auswählen.

Schritt für Schritt: so organisieren Sie Übersetzungen Italienisch-Deutsch

Bestandsaufnahme. Beginnen Sie mit einer Liste der Dokumente, die zwischen beiden Sprachen bewegt werden: Anleitungen, Kataloge, Schaltpläne, Bedienpaneltexte, Prüfprotokolle, Schulungsunterlagen. Notieren Sie für jedes Dokument Format, Umfang, Änderungshäufigkeit und wer es verantwortet. Oft zeigt sich schon hier, dass dieselben Inhalte an mehreren Stellen in leicht unterschiedlichen Fassungen existieren.

Terminologie zuerst. Lassen Sie aus vorhandenen Dokumenten die wichtigsten Begriffe extrahieren, zweisprachig aufbereiten und von je einem Fachmann auf italienischer und deutscher Seite freigeben. Bei Lieferantenbeziehungen kann das ein gemeinsames Projekt mit dem Hersteller sein; der Aufwand ist überschaubar und spart später viele Rückfragen.

Bestand nutzen. Führen Sie vorhandene Übersetzungen in einem Translation Memory zusammen, damit der nächste Auftrag auf dem aufbaut, was bereits freigegeben ist. Gibt es widersprüchliche Altübersetzungen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sich für eine Variante zu entscheiden.

Regeln festhalten. Ein kurzer Styleguide legt Anrede, Satzmuster für Handlungsschritte, Schreibweise von Normen, Abkürzungen auf dem Bedienpanel und den Umgang mit Schweizer oder österreichischen Varianten fest. Zwei Seiten genügen oft.

Dateien vorbereiten. Liefern Sie Quelldateien statt PDFs, markieren Sie Textteile, die nicht übersetzt werden dürfen, wie Artikelnummern oder Variablen in Software-Texten, und geben Sie Zeichenbegrenzungen mit. Gut vorbereitete Dateien sind der einfachste Hebel für Kosten und Termine.

Übersetzung mit Revision und gezielter Freigabe. Lassen Sie übersetzen und revidieren, und beschränken Sie die interne Prüfung auf Terminologie, Sicherheitsabschnitte und Stichproben. Rückmeldungen Ihrer Fachleute fließen ins Glossar und ins Translation Memory, damit sie beim nächsten Mal automatisch berücksichtigt werden.

Updates als Routine. Neue Revisionen der Ausgangsdokumentation sollten automatisch die betroffenen Sprachfassungen anstoßen. Wer Übersetzung an das Änderungsmanagement koppelt, vermeidet, dass die deutsche Anleitung zwei Revisionen hinter der italienischen liegt.

Wie DEMA Solutions Hersteller bei technischen Übersetzungen Italienisch-Deutsch unterstützt

Unsere technischen Übersetzungen decken die Dokumente ab, die zwischen italienischen und deutschsprachigen Unternehmen hin und her gehen: Betriebs-, Installations- und Wartungsanleitungen, Ersatzteilkataloge, Texte für Bedienpanels und Software, Konformitätserklärungen und Schulungsunterlagen. Mit Teams in Italien, Serbien und Spanien arbeiten wir für Hersteller, die in beide Richtungen übersetzen lassen, und unsere Sprachdienstleistungen für die Fertigungsindustrie zeigen, für welche Branchen und Dokumentarten.

Unser Prozess ist nach ISO 17100 zertifiziert, und ein zweiter qualifizierter Linguist revidiert jede Übersetzung; Einzelheiten stehen auf der Seite Unsere Qualität. In sensiblen Projekten prüfen wir auch wiederverwendete Übersetzungen erneut. Translation Memorys und Glossare gehören Ihnen und werden in portablen Formaten (TMX und TBX) geliefert, und wir berichten transparent, welcher Anteil eines Auftrags aus vorhandenen Übersetzungen stammt. Unser eigenes DTP-Team arbeitet in den Originaldateien und macht bei Bedarf aus PDFs wieder bearbeitbare Dokumente.

Die Rolle von TUBE

Für Unternehmen, deren Dokumentation sich mit jedem Modelljahr oder jeder Lieferantenrevision ändert, hält TUBE die Sprache unter Ihrer Kontrolle. Ihr Glossar und Ihr Translation Memory steuern die maschinelle Übersetzung, jede freigegebene Übersetzung fließt in einen Speicher, der Ihnen gehört und den Sie exportieren können, und das Leverage-Reporting zeigt, welcher Anteil jedes Updates aus Wiederverwendung stammt.

Häufige Fragen

Auf direkte Übersetzung ohne Umweg über das Englische, auf Fachübersetzer, die in ihre Muttersprache übersetzen und Ihr Fachgebiet kennen, auf eine Revision jeder Übersetzung durch einen zweiten qualifizierten Linguisten nach ISO 17100, auf Arbeit in Ihren Originalformaten und darauf, dass Translation Memory und Glossar Ihnen gehören und in TMX und TBX geliefert werden.

In der Regel nicht. Beglaubigte Übersetzungen sind für Urkunden und amtliche Dokumente gedacht. Für Betriebsanleitungen zählen Fachkenntnis, einheitliche Terminologie und ein geprüfter Übersetzungsprozess. Ob in einem Einzelfall, etwa vor Gericht, eine Beglaubigung verlangt wird, klären Sie mit der anfordernden Stelle.

Der Hersteller muss die Betriebsanleitung in der Sprache bereitstellen, die der Mitgliedstaat festlegt, in dem die Maschine bereitgestellt wird, für Deutschland und Österreich also auf Deutsch. Halten Sie Sprache, Umfang und Format der Dokumentation im Kaufvertrag fest und machen Sie die deutsche Fassung zum Teil der Abnahme.

Nicht automatisch. Die Schweiz ist kein EU-Mitgliedstaat und hat eigene, an das EU-Recht angelehnte Vorschriften. Da sie mehrere Amtssprachen hat, kann je nach Einsatzort mehr als eine Sprachfassung nötig sein. Klären Sie die Anforderungen mit Ihrem Importeur.

Jede Zwischensprache ist eine zusätzliche Interpretation. Fachbegriffe werden im Englischen oft verallgemeinert und kommen im Deutschen nicht mehr als der präzise Begriff an. Außerdem steigt das Risiko für Fehler bei Zahlen, Einheiten und Warnhinweisen.

Für große, wiederholungsreiche und intern genutzte Texte kann sie sinnvoll sein, besonders wenn sie auf Ihrem Glossar und Ihrem Translation Memory läuft. Für Betriebsanleitungen, Warnhinweise und Bedienpaneltexte sollte ein Fachlinguist die Ausgabe vollständig nachbearbeiten und ein zweiter Linguist sie revidieren.

Das sollte vertraglich geregelt sein, und zwar zu Ihren Gunsten. Bestehen Sie darauf, dass Translation Memory und Glossar Ihnen gehören und in Standardformaten wie TMX und TBX übergeben werden, damit Sie den Anbieter wechseln können, ohne Ihre freigegebenen Übersetzungen zu verlieren.

Bringen Sie Ihre Dokumentation in beide Sprachen

Wenn Sie Maschinen aus Italien beziehen, ein italienisches Werk betreuen oder nach Italien liefern und Ihre technische Dokumentation zuverlässig zwischen beiden Sprachen bewegen wollen, schildern Sie uns Ihre Dokumente und Sprachrichtungen. Wir sehen uns Ihre aktuellen Unterlagen an und schlagen einen Ablauf vor, der zu Ihren Formaten und Ihrem Änderungsprozess passt.

Wie können wir helfen?

Sagen Sie uns, was Sie brauchen, und wir melden uns mit passenden Lösungen bei Ihnen.

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