Mehrsprachiges DTP: Was mit Ihren Dokumenten nach der Übersetzung passiert
Mehrsprachiges DTP ist die Arbeit, die übersetzten Text wieder in fertige Dokumente verwandelt: jede Sprache im Originallayout setzen, längere oder kürzere Texte einpassen, andere Schriftsysteme, Schriften und Umbruchregeln berücksichtigen und jede Seite vor Druck oder Veröffentlichung prüfen. DEMA Solutions erledigt diese Arbeit direkt in den Quelldateien, damit jede Revision weniger kostet und Ihr Translation Memory sauber bleibt.

Für wen dieser Leitfaden gedacht ist
Dieser Artikel richtet sich an alle, die Betriebsanleitungen, Kataloge, Etiketten und Beipackzettel in fünfzehn oder zwanzig Sprachen freigeben: Leiterinnen und Leiter der Technischen Dokumentation, Technische Redakteure, Lokalisierungsverantwortliche und die Qualitätsteams dahinter, meist bei Herstellern komplexer Maschinen und Anlagen, deren Dokumente in InDesign, FrameMaker, Word oder einer XML-Publikationskette entstehen.
Er setzt dort an, wo die Übersetzung endet. Die Vorbereitung der Dateien vor der Übersetzung, etwa die Umwandlung eines PDFs oder eines alten Layouts in etwas Übersetzbares, ist eine eigene Aufgabe, die wir in unserem Leitfaden zur Dateivorbereitung für Übersetzungen behandeln. Hier geht es um die Frage, was geschieht, wenn der übersetzte Text zurückkommt, und wie dieser Schritt bei jeder Revision planbar, prüfbar und günstiger wird.
Was mehrsprachiges DTP tatsächlich umfasst
Mehrsprachiges DTP ist kein Grafikdesign. Ein Designer entwirft ein Layout; ein DTP-Spezialist sorgt dafür, dass dieses Layout in einer anderen Sprache funktioniert, ohne zu verändern, was das Dokument aussagt oder wie es verwendet werden soll. Die Arbeit ist zum Teil Satz, zum Teil Technik und zum Teil Korrekturlesen, und sie liegt zwischen dem Übersetzer und der Druckerei oder dem Webteam.
In der Praxis bedeutet DTP für Übersetzungen: die freigegebene Übersetzung in die Originaldateien importieren, den Text neu umbrechen, die richtigen Spracheinstellungen und Schriften zuweisen, Tabellen und Positionsnummern anpassen, Querverweise und Register neu aufbauen und die benötigten Ausgabeformate exportieren. Jeder dieser Schritte kann auf eine Weise scheitern, die dem Leser sofort auffällt: ein Warnhinweis, der über zwei Seiten verteilt ist, ein deutsches Kompositum, das an der falschen Stelle getrennt wird, eine Teilenummer, die auf zwei Zeilen umbricht.
Die wichtigste Entscheidung ist, wo die Arbeit stattfindet. Ein Layout, das in den nativen Quelldateien bearbeitet wird, lässt sich über Jahre aktualisieren und wiederverwenden; ein Layout, das in einem PDF geflickt wird, beginnt bei jeder Revision von vorn. Diese Wahl bestimmt die Kosten weit mehr als der Stundensatz, wie wir weiter unten zeigen.
Textausdehnung und Textschrumpfung
Übersetzungen nehmen selten genauso viel Platz ein wie der Ausgangstext. Texte aus dem Englischen ins Deutsche, Finnische, Französische oder Italienische werden in der Regel länger, bei kurzen Zeichenketten wie Tabellenköpfen, Schaltflächenbeschriftungen und Positionstexten manchmal deutlich länger, weil aus einem einzigen englischen Wort ein langes Kompositum oder eine ganze Wendung werden kann. Chinesisch, Japanisch und Koreanisch kommen mit weniger Zeichen aus, brauchen aber oft mehr Zeilenabstand und großzügigere Abstände, um lesbar zu bleiben. Der Effekt ist nie gleichmäßig: Ein Absatz wächst vielleicht nur leicht, während sich eine Beschriftung aus zwei Wörtern verdoppelt.
Guter mehrsprachiger Satz fängt das auf, ohne das Dokument zu verändern. Die Mittel sind bekannt: Rahmen, die mit ihrem Inhalt wachsen, Absatz- und Zeichenformate statt manueller Formatierung, kontrollierte Anpassungen von Laufweite und Wortabstand innerhalb vereinbarter Grenzen und, wo das Design es zulässt, kleine Änderungen an Spaltenbreiten oder Bildgrößen. Was ein DTP-Spezialist nie tun sollte: die Schrift in einer Sprache so weit verkleinern, dass sie nicht mehr angenehm lesbar ist, oder Text kürzen, damit er passt. Bei Sicherheits- und Regulierungsinhalten ist Lesbarkeit eine Anforderung, keine Geschmacksfrage.
Der beste Schutz beginnt vorgelagert: Layouts mit Raum zum Wachsen und ohne in Bilder eingebrannten Text lassen sich viel günstiger lokalisieren. Beziehen Sie Ihren DTP-Dienstleister deshalb ein, wenn Sie eine Vorlage neu gestalten.

Schriften und Schriftsysteme: Latein, Kyrillisch, Griechisch, CJK und Rechts-nach-links
Eine Schrift, die im Englischen perfekt funktioniert, enthält nicht unbedingt die Zeichen, die eine Zielsprache braucht. Mitteleuropäische Sprachen benötigen diakritische Zeichen wie das polnische ł und ą oder das tschechische ř und ů; Rumänisch braucht ș und ț mit Komma darunter, nicht mit Cedille; Bulgarisch, Russisch, Serbisch und Ukrainisch brauchen Kyrillisch; Griechisch hat ein eigenes Alphabet und eigene Akzente. Fehlt eine Glyphe, ersetzt die Layoutsoftware sie durch eine andere Schrift oder zeigt ein leeres Kästchen, und der Fehler fällt am Bildschirm leicht durch, wenn niemand, der die Seite betrachtet, die Sprache beherrscht.
Unternehmensschriften sind zudem lizenziert, und die Lizenz muss die Einbettung in PDFs erlauben. Für Schriftsysteme, die Ihre Hausschrift nicht abdeckt, wählen Sie einmalig eine passende Begleitfamilie, lassen sie freigeben und dokumentieren die Wahl, damit jede Sprache dieselbe Lösung verwendet.
Chinesisch, Japanisch und Koreanisch folgen anderen Regeln. Zeilen dürfen fast überall umbrechen, aber bestimmte Zeichen dürfen eine Zeile weder beginnen noch beenden; Satzzeichen haben volle Breite; Hervorhebungen werden nicht kursiv gesetzt; der vertikale Abstand ist anders. Rechts-nach-links-Sprachen wie Arabisch und Hebräisch gehen noch weiter: Die gesamte Seite wird gespiegelt, Text, Spalten, Tabellen und oft auch die Leserichtung der Abbildungen werden umgekehrt, während Zahlen, Teilecodes und eingebettete lateinische Wörter innerhalb des Rechts-nach-links-Textes weiterhin von links nach rechts laufen. Arabische Buchstaben ändern ihre Form je nach Position im Wort, sodass Text, der in eine Satzumgebung ohne Unterstützung für diese Schrift eingefügt wird, in unverbundene Einzelbuchstaben zerfällt. Diese Sprachen erfordern eine korrekt konfigurierte Layoutumgebung und jemanden, der das Ergebnis lesen kann.
Zeilenumbruch, Silbentrennung und typografische Regeln je Sprache
Jede Sprache hat ihre eigenen Konventionen, und die Layoutsoftware wendet sie nur an, wenn jeder Absatz mit der richtigen Sprache ausgezeichnet ist. Die Trennwörterbücher unterscheiden sich: Deutsche Komposita müssen an sinnvollen Stellen getrennt werden, Niederländisch und die skandinavischen Sprachen haben eigene Regeln, und in manchen Sprachen verzichtet man in Überschriften und Warnhinweisen besser ganz auf Trennungen. Die französische Typografie setzt ein geschütztes Leerzeichen vor Doppelpunkt, Semikolon, Frage- und Ausrufezeichen; das Spanische eröffnet Fragen und Ausrufe mit umgedrehten Zeichen; Anführungszeichen wechseln von Sprache zu Sprache. Im Griechischen verlieren Wörter in Großbuchstaben normalerweise ihre Akzente, und im Türkischen ist der Großbuchstabe zu i das İ, sodass ein automatisches Format „Versalien“ falschen Text erzeugen kann, wenn es die Sprache nicht berücksichtigt. Thailändisch kennt keine Leerzeichen zwischen Wörtern, deshalb hängen Zeilenumbrüche von einem Wörterbuch ab und nicht von Leerzeichen.
Eine Anleitung, die diese Regeln ignoriert, wirkt auf ihre Nutzer fremd und ist bei Sicherheitsinhalten schwerer zu lesen. Automatische Prüfungen übersehen diese Fehler, ein muttersprachlicher Linguist erkennt sie auf einen Blick. Deshalb muss die abschließende Prüfung auf den gesetzten Seiten stattfinden.
Tabellen, Positionsnummern und technische Abbildungen
Technische Dokumente stecken voller Elemente, die sich nicht elegant neu umbrechen lassen. Ersatzteiltabellen mit schmalen Spalten, technische Datenblätter, Stromlauf- und Pneumatikpläne, Explosionszeichnungen mit nummerierten Positionen und Screenshots der Maschinenoberfläche enthalten Text, der mit der umgebenden Grafik ausgerichtet bleiben muss.
Tabellen brauchen Spaltenbreiten, die längere Überschriften verkraften, ohne Teilenummern oder Einheiten auf mehrere Zeilen zu verteilen. Positionstexte bleiben am besten als Live-Text im Layout oder in bearbeitbaren Vektordateien; in Bilder eingerechneter Text muss in jeder Sprache von Hand neu erstellt werden und weicht oft vom Fließtext ab. Bei Screenshots der Bedienoberfläche entscheiden Sie, ob die übersetzte Oberfläche oder das Original mit übersetzten Bildunterschriften gezeigt wird, je nachdem, wie die Maschine in diesem Markt ausgeliefert wird, und wenden diese Entscheidung in jeder Anleitung an.
Einheiten, Dezimaltrennzeichen und Zahlenformate verdienen eine eigene Prüfung. Ein Anzugsdrehmoment oder eine Toleranz, die im Satz eine Nachkommastelle verliert, wiegt weit schwerer als ein typografischer Fehler.
Sicherheitszeichen und Warnhinweise
Bei Warnhinweisen treffen Layout und Haftung aufeinander. Sicherheitshinweise in der Technischen Dokumentation folgen meist einer festen Struktur: Signalwort, Gefahrensymbol, Beschreibung der Gefahr, ihre Folgen und wie sie sich vermeiden lässt. Grafische Symbole folgen häufig der ISO 7010, und die Normenreihe ISO 3864 legt die Grundsätze für Sicherheitsfarben und die Gestaltung von Sicherheitszeichen fest. Die übersetzte Fassung muss diese Struktur unverändert erhalten: das Signalwort mit dem korrekten, einheitlichen Begriff in jeder Sprache, das Symbol neben dem richtigen Text, der Warnhinweis auf derselben Seite wie der Handlungsschritt, auf den er sich bezieht, und nie verwaist hinter einem Seitenumbruch.
Bei Maschinen müssen die Betriebsanleitung und die darin enthaltenen Sicherheitsinformationen in der Sprache oder den Sprachen bereitgestellt werden, die der Mitgliedstaat verlangt, in dem die Maschine in Verkehr gebracht oder in Betrieb genommen wird, ein Grundsatz, den die Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 beibehält, wenn sie ab dem 20. Januar 2027 gilt. Die Einzelheiten erläutert unser Beitrag dazu, was die Maschinenverordnung für übersetzte Betriebsanleitungen verlangt. Für Layoutteams ist der praktische Punkt einfach: Sicherheitsinhalte sollten aus freigegebenen, einheitlich übersetzten Bausteinen bestehen, und ein DTP-Spezialist sollte den Wortlaut eines Warnhinweises nie ändern, damit er passt.
Veränderter Seitenumfang, Querverweise und Register
Wenn Text wächst, verschieben sich Seiten. Eine Anleitung mit 200 Seiten auf Italienisch braucht auf Deutsch möglicherweise zusätzliche Seiten, und alles, was sich auf Seitenzahlen bezieht, verschiebt sich mit: das Inhaltsverzeichnis, Verweise vom Typ „siehe Seite“, die Nummerierung von Abbildungen und Tabellen, lebende Kolumnentitel und Fußzeilen sowie das Stichwortverzeichnis. Wurden Querverweise in der Quelle als einfacher Text eingetippt, muss jeder einzelne in jeder Sprache von Hand gefunden und korrigiert werden. Wurden sie als dynamische Verweise angelegt, aktualisiert die Layoutsoftware sie, und die DTP-Prüfung wird zur Kontrolle statt zur Reparatur. Für Hersteller, die regelmäßig Anleitungen aus Italien erhalten, haben wir zusammengefasst, worauf es bei technischen Übersetzungen Italienisch-Deutsch ankommt.
Der Druck bringt weitere Vorgaben mit sich: Eine rückengeheftete Broschüre braucht eine durch vier teilbare Seitenzahl, und bei manchen Anleitungen ist der Seitenumfang durch die Druckerei oder die Verpackung festgelegt. Leerseiten, Abstände oder unterschiedliche Seitenzahlen je Sprache müssen deshalb vorab vereinbart werden.
Register sind ein kleines, aber aufschlussreiches Detail. Die Begriffe müssen mit dem Fließtext übereinstimmen und nach den Regeln der jeweiligen Sprache sortiert sein: Im Schwedischen stehen å, ä und ö am Ende des Alphabets, und kyrillische und griechische Register folgen ihren eigenen Alphabeten. Ein Register in englischer Reihenfolge in einer schwedischen Anleitung zeigt, dass niemand es geprüft hat.
Regulierte Layouts: Etiketten, Beipackzettel und Verpackungen
Bei manchen Dokumenten legen Vorschriften Platz und Layoutregeln fest. Kennzeichnung und Gebrauchsanweisung von Medizinprodukten müssen für den vorgesehenen Anwender lesbar und verständlich sein, wie unser Leitfaden zur Kennzeichnung von Medizinprodukten nach MDR erläutert. Gefahrstoffetiketten nach der CLP-Verordnung haben Mindestgrößen für das Etikett und seine Piktogramme. Mehrsprachige Etiketten und Beipackzettel für mehrere Länder müssen alle erforderlichen Sprachen auf einer festen Fläche unterbringen, was oft ein sorgfältiges Abwägen zwischen Textlänge, Schriftgröße und Anzahl der Sprachen je Feld bedeutet.
Die Reihenfolge der Sprachen, die Mindestschriftgröße, die Position der Symbole und die Felder, die sich nie ändern dürfen, etwa Chargennummern, UDI-Träger oder Datumsangaben, gehören in eine Layoutspezifikation, die für jede Sprache gilt. So löst niemand ein Platzproblem, indem er stillschweigend das ungarische Feld verkleinert.
Mehrsprachige Qualitätssicherung: Linguistenprüfung im Layout
Die Qualität des Layouts lässt sich nur an den fertigen Seiten prüfen, deshalb sieht ein solider Prozess nach dem Satz zwei Prüfungen vor.
Die erste ist eine technische Prüfung durch das DTP-Team: Jede Seite wird mit der Quelle verglichen, um fehlenden oder überlaufenden Text, Schriften, Bilder, Formate, Querverweise, Nummerierung und Einheiten zu kontrollieren, und die Ausgabedateien werden gegen die Druck- oder Digitalspezifikation getestet. Die zweite ist die Lektüre der gesetzten Seiten im Kontext durch einen qualifizierten Linguisten. Dort fallen falsche Trennungen, abgeschnittene Tabellenzellen, verrutschte Bildunterschriften und verwaiste Warnhinweise auf.
Korrekturen in dieser Phase müssen zurück ins Translation Memory, nicht nur ins Layout. Korrigiert ein Linguist einen Satz direkt in der InDesign-Datei und wird das Memory nicht aktualisiert, bringt die nächste Revision den alten, unkorrigierten Satz zurück, und jemand bezahlt erneut für dieselbe Korrektur. Welche Fragen Sie zu diesem Schritt stellen sollten, zeigt unser Beitrag dazu, wie Sie die Qualität eines Übersetzungsanbieters vor der Beauftragung prüfen.
Warum Satz in den Quelldateien Ihr Memory sauber hält und Revisionskosten senkt
Dies ist der Teil des mehrsprachigen DTP, den der Einkauf selten sieht und der über die Lebensdauer eines Dokuments am meisten zählt. Ihr Translation Memory verwendet freigegebene Sätze bei jeder Revision wieder, aber nur, wenn diese Sätze sauber und vollständig sind. Gerade deshalb gehört die Qualität des Layouts zu den Faktoren, die bestimmen, wie stark Sie bei der Übersetzung technischer Dokumentation Kosten senken können.
Layout-Abkürzungen machen das zunichte. Erzwungene Zeilenumbrüche, manuelle Trennstriche und zusätzliche Leerzeichen, die eingefügt werden, damit Text passt, landen in den übersetzten Segmenten, sodass derselbe Satz beim nächsten Auftreten nicht mehr exakt übereinstimmt. Text, der auf getrennte Rahmen oder Tabellenzellen verteilt ist, wird zu Fragmenten, die ein Übersetzer ohne Kontext übersetzen muss. Änderungen, die nur im Layout oder in einem PDF vorgenommen werden, erreichen das Memory nie. Jedes dieser Probleme verringert die Wiederverwendung bei der nächsten Revision, und weniger Wiederverwendung bedeutet, für bereits freigegebenen Text erneut zu bezahlen. Deshalb ist es ebenso wichtig, das eigene Translation Memory zu besitzen und sauber zu halten, wie die Übersetzung selbst.
Richtig gehandhabt, geht die Rechnung zu Ihren Gunsten auf. Ein rein illustratives Beispiel: Ändert eine Revision zehn Seiten einer zweihundertseitigen Anleitung, die in zwanzig Sprachen erscheint, sollte die Übersetzung nur den geänderten Text umfassen, alles andere kommt aus dem Memory, und der Satz sollte zehn Seiten in zwanzig Sprachen betreffen, nicht zweihundert. Das ist nur möglich, wenn jede Sprache als gepflegte Quelldatei existiert und nicht als PDF, das neu aufgebaut werden muss. Auch andere Faktoren bestimmen die Kosten einer Übersetzung technischer Anleitungen, vom Anteil neuer Texte bis zur terminologischen Konsistenz, aber über die Jahre wiegt keiner so schwer wie dieser.
Druck- und Digitalausgaben
Die meisten technischen Dokumente haben heute mehrere Ausgaben aus einer Quelle: ein druckfertiges PDF für die Druckerei, ein schlankeres PDF zum Download oder für ein Dokumentationsportal und manchmal Dateien für Händler, die vor Ort drucken. Druck-PDFs brauchen eingebettete Schriften, Bilder in Druckauflösung und die mit Ihrer Druckerei vereinbarten Farbeinstellungen. Digitale PDFs profitieren von Lesezeichen, funktionierenden Links, durchsuchbarem Text und Barrierefreiheits-Tags mit korrekt eingestellter Sprache. Legen Sie diese Spezifikationen einmal schriftlich fest, damit die zwanzigste Sprache genau so produziert wird wie die erste. Was dabei über Tags und Sprache hinaus zählt, erklärt unser Leitfaden, mit dem Sie eine barrierefreie PDF nach PDF/UA erstellen. Soll die Download-Fassung zusätzlich barrierefrei sein, vergleicht unsere Übersicht die Wege, ein PDF barrierefrei umwandeln zu lassen, von eigener Nacharbeit bis zum Dienstleister.
Versionen in 20 oder mehr Sprachen verwalten
Die eigentliche Schwierigkeit beim mehrsprachigen Desktop Publishing ist nicht eine Anleitung in einer Sprache, sondern Dutzende Dokumente in zwanzig Sprachen, jedes mit eigener Revisionsgeschichte. Ohne Disziplin laufen die Sprachfassungen auseinander: Ein Markt erhält ein Update, ein anderer nicht, und niemand kann mit Sicherheit sagen, welche deutsche Ausgabe zu welcher italienischen Quelle gehört.
Einige Gewohnheiten halten das unter Kontrolle: Jede Sprache trägt die Revisionskennung und das Datum der Quelle und wird gemeinsam mit ihr freigegeben; Lieferungen enthalten verpackte Quelldateien, nicht nur PDFs; Dateinamen folgen einer einzigen Konvention. Entscheidungen zu Terminologie und Stil gehören in gemeinsame Referenzen. Deshalb zahlt sich eine einheitliche Terminologie über alle Dienstleister hinweg im DTP ebenso aus wie in der Übersetzung, und dasselbe gilt für einen Übersetzungsstilleitfaden, der auch Layoutkonventionen abdeckt, etwa wie Warnhinweise, Einheiten und Begriffe der Bedienoberfläche geschrieben werden.
Ein mehrsprachiger DTP-Workflow Schritt für Schritt
Die Schritte sind einfach; entscheidend ist, dass keiner ausgelassen wird.
Zuerst Ausgaben und Regeln festlegen. Bestätigen Sie Sprachen, Ausgaben je Sprache, Schriften für andere Schriftsysteme, den Umgang mit Screenshots der Bedienoberfläche und eventuelle regulatorische Layoutvorgaben. Eine Stunde hier spart am Ende Tage.
Importieren und setzen. Die freigegebene Übersetzung fließt aus einem sauberen Memory in die Originaldateien, jeder Absatz erhält die richtige Spracheinstellung, und der DTP-Spezialist löst Textausdehnung, Tabellen, Positionstexte und Schriftsystemeinstellungen, wobei Warnhinweise bei ihren Handlungsschritten bleiben.
Navigation neu aufbauen und prüfen. Querverweise, Inhaltsverzeichnis, Nummerierung und Register werden aktualisiert, dann wird jede Seite technisch mit der Quelle und der vereinbarten Ausgabespezifikation abgeglichen.
Im Layout prüfen und den Kreis schließen. Ein qualifizierter Linguist liest die fertigen Seiten; Korrekturen fließen sowohl ins Layout als auch ins Translation Memory. Sie erhalten anschließend Druck- und Digitalausgaben sowie verpackte Quelldateien, alle mit derselben Revisionskennung.
Was Sie einen DTP-Dienstleister fragen sollten
Einige direkte Fragen helfen weiter. Arbeiten Sie in unseren nativen Quelldateien, und geben Sie diese verpackt mit Schriften und Verknüpfungen zurück? Wie gehen Sie mit anderen Schriftsystemen und Rechts-nach-links-Sprachen um, und wer prüft das Ergebnis? Prüfen Linguisten die fertigen Seiten, und werden ihre Korrekturen in unser Translation Memory zurückgeschrieben? Wie verhindern Sie, dass erzwungene Zeilenumbrüche und manuelle Formatierung in die übersetzten Segmente gelangen? Wie kalkulieren Sie eine Revision, die nur einige Seiten ändert? Die Antworten zeigen schnell, ob der Dienstleister das Layout als Teil eines kontrollierten Prozesses versteht oder als einmaligen Feinschliff. Für die Übersetzungsseite listet unser umfassender Leitfaden zur Auswahl eines technischen Übersetzungsbüros die passenden Fragen auf.

Wie DEMA Solutions mehrsprachiges DTP umsetzt
Unser eigenes DTP-Team arbeitet in Ihren nativen Dateien, ob sie aus InDesign, FrameMaker, Illustrator, Word, PowerPoint oder anderen Layout- und Grafikformaten stammen, und gibt sie verpackt und bereit für das nächste Update zurück. Gibt es nur ein PDF, kann dasselbe Team es zunächst bearbeitbar machen, wie in unserem Leitfaden zur Dateivorbereitung beschrieben. Weil unsere DTP-Spezialisten eng mit unseren Übersetzern zusammenarbeiten, wissen sie, wie Translation Memorys aufgebaut sind, und halten Layoutkorrekturen aus den übersetzten Segmenten heraus.
Die Übersetzung folgt einem nach ISO 17100 zertifizierten Prozess, in dem ein zweiter qualifizierter Linguist jede Übersetzung revidiert, und Linguisten prüfen die fertigen Seiten vor der Lieferung im Layout. Korrekturen aus dieser Prüfung werden in Ihr Translation Memory zurückgeschrieben, sodass die nächste Ausgabe vom korrigierten Text ausgeht. Ihre Memorys und Glossare gehören Ihnen und werden in portablen Formaten (TMX und TBX) geliefert. Unsere Teams in Italien, Serbien und Spanien decken den gesamten Workflow ab, und Einzelheiten zum Revisionsprozess finden Sie auf der Seite zu unserem Qualitätsprozess. Den vollen Umfang unserer Desktop-Publishing-Leistungen, einschließlich der Formate, mit denen wir arbeiten, beschreibt die Leistungsseite.
Wo TUBE ins Spiel kommt
Für Hersteller, deren Anleitungen und Kataloge sich mit jedem Produktupdate ändern, hält TUBE die sprachliche Seite jeder Ausgabe unter Ihrer Kontrolle. Ihr Glossar und Ihr Translation Memory steuern die maschinelle Übersetzung, jede freigegebene Übersetzung fließt in ein Memory, das Ihnen gehört und das Sie exportieren können, und Leverage-Berichte zeigen, wie viel von jedem Update aus Text stammt, den Sie bereits freigegeben haben.
Häufige Fragen
Es ist die Erstellung fertiger Dokumente in mehreren Sprachen aus übersetztem Text: jede Sprache im Originallayout setzen, sie an Textausdehnung, Schriftsysteme, Schriften und Sprachregeln anpassen, die Navigation wie Querverweise und Register neu aufbauen und die fertigen Seiten vor Druck oder Veröffentlichung prüfen.
Weil Übersetzungen selten denselben Platz einnehmen wie der Ausgangstext, andere Sprachen eigene Regeln für Zeilenumbruch, Silbentrennung und Zeichensetzung haben und manche Schriftsysteme von rechts nach links laufen oder andere Schriften brauchen. Ohne Layoutarbeit läuft Text über, Warnhinweise lösen sich von ihren Handlungsschritten und Seiten werden schwer lesbar.
Quelldateien, verpackt mit Schriften und verknüpften Bildern, wann immer Sie sie haben. Ein PDF lässt sich konvertieren, aber die Arbeit in den nativen Dateien ist schneller, genauer und hält jede Sprache für künftige Revisionen pflegbar.
Nicht allein. Sprachmodelle und maschinelle Übersetzung arbeiten mit Text; sie brechen kein Layout neu um, wenden keine sprachspezifische Typografie an, bauen keine Register auf und prüfen nicht, ob ein Warnhinweis bei seinem Handlungsschritt bleibt. Sie können die Übersetzung unterstützen, aber die fertigen Seiten müssen trotzdem von einem DTP-Spezialisten und einem Linguisten geprüft werden.
Ein DTP-Spezialist für technische Punkte wie fehlenden Text, Schriften und Nummerierung, und ein qualifizierter Linguist, der die fertigen Seiten im Kontext liest.
Weil die nächste Revision aus dem Memory übersetzt wird, nicht aus dem PDF. Eine Korrektur, die nur im Layout erfolgt, verschwindet beim nächsten Update, und derselbe Fehler muss erneut gefunden und behoben werden.
In den Ausgaben, die Sie brauchen, für Druck und digital, zusammen mit verpackten Quelldateien für jede Sprache, alle mit derselben Revisionskennung wie die Quelle, damit jeder Markt mit derselben Ausgabe arbeitet.
Jede Sprache bereit für Druck und Veröffentlichung
Wenn Sie Anleitungen, Kataloge, Etiketten oder Beipackzettel in vielen Sprachen veröffentlichen und jede Revision weniger kosten soll als die vorherige, senden Sie uns ein Beispieldokument und Ihre Sprachliste. Wir prüfen Ihre Dateien und zeigen Ihnen, wie wir sie in jeder Sprache setzen, prüfen und pflegen würden.
Profitieren Sie von reibungslosen Übersetzungsabläufen mit unseren erstklassigen DTP-Lösungen
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